Aprikosen sind eigentlich ein netter, vitaminreicher Snack für Hunde — aber der Kern ist ein echtes Problem. Er enthält besonders viel Amygdalin, mehr als in Apfel- oder Kirschkernen, und kann zusätzlich den Darm verlegen.
Im Bauch wird Amygdalin zu Blausäure abgebaut. Die hindert die Zellen daran, Sauerstoff aufzunehmen — bei genug Menge ein lebensbedrohliches Szenario.
Faustregel: Schon ein einziger zerkauter Aprikosenkern kann bei einem kleinen Hund Symptome auslösen. Verschluckte Kerne im Ganzen sind meist nicht akut giftig — können aber im Darm stecken bleiben.
Symptome: hechelnde Atmung, hellrote Schleimhäute, Erbrechen, Krämpfe. Bei Darmverlegung: Erbrechen, kein Stuhl, dicker Bauch, Schmerzempfindlichkeit.
Was du tun kannst: Aprikosen entsteinen, das Fruchtfleisch in kleinen Mengen verfüttern. Und wenn dein Doodle einen Kern erwischt hat — egal ob ganz oder zerkaut — direkt zum Tierarzt. Bring den Kern oder die Reste mit, das hilft bei der Einschätzung.
Wenn du gerne Aprikosenkerne als „Heilmittel“ schon mal gehört hast: Auch für dich sind sie nicht harmlos. Bittere Aprikosenkerne enthalten so viel Amygdalin, dass schon kleine Mengen für Mensch und Hund kritisch werden können.
Wichtiger Hinweis
Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.