Rohes Rind, rohes Huhn — bei vielen Hunden ein Teil ihres Speiseplans. Beim Schwein ist das anders: Rohes Schweinefleisch ist für Hunde tabu, und zwar wegen des sogenannten Aujeszky-Virus.
Der Erreger, auch Pseudowut genannt, ist für Hunde unheilbar. Das Virus greift das Nervensystem an und endet praktisch immer tödlich. Hierzulande ist die Hausschweinpopulation zwar seit Jahren frei davon, bei Wildschweinfleisch besteht das Risiko aber weiterhin.
Symptome: starker Juckreiz an Kopf und Hals, Speicheln, Wesensveränderung, Schluckstörungen, Krämpfe. Innerhalb von 24–48 Stunden nach dem ersten Symptom sterben die meisten Hunde.
Faustregel: Erst durchgaren — auf mindestens 70 °C Kerntemperatur. Dann ist das Virus zerstört, und das Fleisch ist unbedenklich. Auch geräucherte Wurst, Salami und roher Schinken gelten als unsicher.
Wenn dein Doodle versehentlich rohes Schwein gefressen hat, beobachte ihn aufmerksam und ruf den Tierarzt an. Bei Symptomen — vor allem dem typischen Juckreiz — sofort in die Klinik.
Beim Wandern im Wald oder am Feldrand also den Doodle nicht an Wildkadavern schnuppern lassen. Wildschweinreste sind die typische Quelle einer Aujeszky-Infektion in Deutschland.
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Wichtiger Hinweis
Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.
Nein. Hunde dürfen rohes Schweinefleisch nicht essen — das Lebensmittel gilt für Hunde als gefährlich oder giftig. Es gibt keine sichere Menge, und die Empfindlichkeit ist von Hund zu Hund verschieden.
Keine Menge. Schon kleine Portionen können Symptome auslösen. Wenn dein Hund versehentlich davon erwischt hat, ruf direkt deine Tierarztpraxis an.
Sofort beim Tierarzt anrufen. Notiere Menge, Zeitpunkt und Gewicht deines Hundes. Versuche nicht, das Erbrechen selbst auszulösen — das richtet oft mehr Schaden an als Nutzen. Die nächste Tierklinik oder den Giftnotruf solltest du im Handy gespeichert haben.
Nein, niemals. Welpen und Senioren sind besonders empfindlich gegenüber Giftstoffen. Schon Mengen, die einen gesunden erwachsenen Hund nur leicht belasten, können bei ihnen lebensbedrohlich sein.
Über den Autor
Thorsten Stöckmann — Betreiber von Doodlewelt, Labradoodle-Halter (Laika, seit 2025). Kein Tierarzt: sorgfältig nach tierärztlichen Fachquellen recherchiert, ersetzt keine Diagnose. Mehr über Doodlewelt
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