Kaffee gehört zu den absoluten No-Gos für Hunde. Verantwortlich ist das Koffein — ein Stimulans, das beim Menschen den Kreislauf anregt, beim Hund aber zu massiven Vergiftungen führen kann. Schon kleine Mengen sind gefährlich.
Faustregel: ab etwa 20 mg Koffein pro kg Körpergewicht wird es kritisch. Eine Tasse Filterkaffee enthält rund 80 bis 120 mg — für einen 10-kg-Doodle reicht ein einziger Schluck, um in die toxische Zone zu kommen. Espresso, Kaffeebohnen und Kaffeesatz sind noch konzentrierter.
Symptome einer Koffein-Vergiftung: starkes Zittern, Hecheln, Erbrechen, Unruhe, beschleunigter Herzschlag. Im schweren Fall kommen Krämpfe und Herzrhythmusstörungen dazu. Die Symptome treten innerhalb von 30 bis 60 Minuten auf.
Im Notfall: sofort zum Tierarzt oder in die Tierklinik. Verpackung oder Reste mitnehmen, Menge schätzen. Erbrechen-Auslösen nur auf tierärztliche Anweisung — bei manchen Vergiftungen ist das genau die falsche Reaktion.
Besonders heimtückisch: Kaffeesatz im Komposteimer. Doodles sind oft ans Stöbern gewöhnt — und der Geruch zieht. Kaffeebohnen-Beutel gehören außer Reichweite, ebenso Kaffeekapseln, die manchmal noch Pulverreste enthalten.
Auch entkoffeinierter Kaffee ist nicht sicher — er enthält geringe Restmengen Koffein und kann bei kleinen Hunden trotzdem problematisch werden. Pauschal: Kaffee bleibt im Becher, nicht im Napf.
Wichtiger Hinweis
Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.