Limetten sind genauso wenig hundetauglich wie Zitronen — eher noch ein bisschen problematischer, weil sie noch saurer sind. Sie enthalten ätherische Öle, Limonen, Linalool und Psoralene, die bei Hunden zu Vergiftungserscheinungen führen können.
Was sind die Symptome: Erbrechen, Durchfall, Speicheln, Lichtempfindlichkeit, Apathie. Bei größeren Mengen Zittern, Koordinationsstörungen und in seltenen Fällen Leberprobleme. Limettenschale ist besonders konzentriert mit den Wirkstoffen.
Faustregel: ein einzelner Tropfen Saft, abgeschleckt, ist meist harmlos — die meisten Hunde verziehen das Gesicht und lassen die Limette schnell wieder. Größere Mengen, gefressene Schalen oder Limetten-Öl sind eine andere Geschichte.
Besonders kritisch: kandierte Limetten, Limettenschalen-Streifen aus Cocktails, ätherische Limettenöle. Die ätherischen Öle in konzentrierter Form (Aromatherapie, Reiniger) sind ernsthaft gefährlich — schon Hautkontakt kann Reaktionen auslösen.
Im Notfall: bei größeren Mengen oder Schalenfresserei sofort zum Tierarzt. Bei Verdacht auf ätherisches Öl (z.B. Limetten-Diffuser umgekippt) noch dringender — ätherische Öle wirken auch über die Haut und die Atemwege.
Im Alltag: Cocktail-Glas mit Limette nicht im Hund-erreichbaren Bereich, Limetten-Reste vom Schneidebrett wegräumen, ätherische Öle aus der Lampe nicht in der Nähe von Hunden verwenden.
Wenn dein Doodle ein bisschen am Limettensaft schleckt und nichts weiter passiert, ist das kein Notfall — aber kein Spaß zum Wiederholen.
Wichtiger Hinweis
Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.