Mohn

Giftig

Mohn — sowohl die Samen aus dem Backregal als auch frische Mohnpflanzen — ist für Hunde giftig. Verantwortlich sind Opiate (vor allem Morphin und Codein), die natürlich im Mohn vorkommen. Auch wenn der Gehalt in handelsüblichen Backmohn-Säckchen niedriger ist als in der frischen Pflanze, kann er bei kleinen Hunden Symptome auslösen.

Faustregel: ein paar Mohnsamen aus einem Brötchen sind meist unproblematisch. Eine ganze Mohnschnecke, ein Stück Mohnkuchen oder eine Hand voll Backmohn können einen 5-kg-Doodle in den toxischen Bereich bringen.

Symptome: Apathie, Bewegungsstörungen, weite oder enge Pupillen, verlangsamte Atmung, Speicheln, im schweren Fall Atemstillstand. Die Symptome erinnern an eine Opiat-Wirkung beim Menschen — was sie auch sind. Sie treten innerhalb weniger Stunden auf.

Besonders gefährlich: frische Mohnkapseln, getrocknete Mohnkapseln aus Trockenblumen-Sträußen, frische Klatschmohn-Pflanzen aus dem Garten. Der Wirkstoffgehalt ist hier um ein Vielfaches höher als in geriebenen Backmohn.

Im Notfall: sofort zum Tierarzt. Quelle nennen (Backmohn, Mohnkuchen, frische Pflanze) und ungefähre Menge schätzen. Es gibt Antagonisten, die die Wirkung aufheben können — schnelles Eingreifen ist entscheidend.

Achtung: Mohnsamen am Brötchen, die einzeln runterfallen, sind kein akuter Notfall. Aber Mohnkuchen-Reste vom Frühstück gehören sicher entsorgt — die Verlockung ist groß und die Menge schnell zu hoch.

Wichtiger Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.

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