Sultaninen — und ihre Geschwister Korinthen und Currants — sind für Hunde akut giftig. Es handelt sich um getrocknete Weintrauben, und das gleiche Toxin, das in frischen Trauben Nierenschäden verursacht, ist hier in konzentrierter Form enthalten.
Was ist der Unterschied zu Rosinen: Sultaninen werden aus heller, kernloser Sultana-Traube gemacht, Korinthen aus kleinen schwarzen Trauben aus dem Mittelmeerraum. Toxikologisch ist das egal — alle drei können akutes Nierenversagen auslösen.
Tückische Empfindlichkeit: die toxische Dosis variiert massiv von Hund zu Hund. Es gibt dokumentierte Fälle, in denen ein einziger Sultaninen-Knabber zum Nierenversagen geführt hat — und Hunde, die größere Mengen scheinbar verkraftet haben. Eine sichere Menge gibt es nicht.
Symptome: Erbrechen, Apathie, Fressunlust innerhalb der ersten 24 Stunden. Danach vermindertes oder vermehrtes Wasserlassen, Durchfall, Bauchschmerzen — typische Anzeichen eines beginnenden Nierenversagens.
Im Notfall: sofort zum Tierarzt. Eine schnelle Magenspülung innerhalb der ersten 2 Stunden und Infusionstherapie sind die wichtigsten Maßnahmen. Je früher behandelt wird, desto besser die Prognose.
Im Alltag — wo Sultaninen versteckt sind: Bircher-Müsli, Studentenfutter, Stollen, Hefezopf, Rumtopf, asiatische Currys, marokkanische Tagine, Couscous-Salat. Auch in vielen Müsli-Riegeln und Trockenobst-Mischungen — die Zutatenliste ist hier Pflicht.
Reste sicher entsorgen, gerade nach dem Frühstück oder nach Festtagen.
Wichtiger Hinweis
Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.