Pfirsichkerne

Giftig

Pfirsichkerne sind für Hunde giftig — und obendrein ein massives Schluck- und Verstopfungsrisiko. Wie bei allen Steinobstkernen ist Amygdalin der gefährliche Wirkstoff: Im Körper kann daraus Blausäure freigesetzt werden, die in größeren Mengen lebensgefährlich ist.

Faustregel: ein einzelner verschluckter Kern, der nicht zerbissen wurde, ist meist kein akuter Vergiftungsfall — er kann aber im Darm stecken bleiben und einen Darmverschluss verursachen. Werden mehrere Kerne zerbissen oder zerkleinert, wird Amygdalin freigesetzt und es kann schnell ernst werden.

Symptome einer Blausäure-Vergiftung: Speichelfluss, Atemnot, hellrote Schleimhäute, Krämpfe, Bewusstlosigkeit. Diese treten innerhalb von Minuten bis wenigen Stunden auf — bei Verdacht zählt jede Minute.

Symptome bei mechanischer Blockade: Erbrechen, Würgen, Bauchschmerzen, kein Stuhlgang, Apathie. Diese können erst nach 24 bis 48 Stunden eindeutig auftreten.

Im Notfall: sofort zum Tierarzt. Bei Atemnot, hellroten Schleimhäuten oder Krämpfen direkt in die Tierklinik — das ist ein potenzieller Lebensgefahrfall. Ein Röntgenbild zeigt den Kern, falls er noch im Verdauungstrakt steckt.

Im Alltag: Pfirsichreste mit Kern gehören in den verschlossenen Müll, nicht in den offenen Komposteimer. Im Sommer-Garten herabgefallene Pfirsiche sammeln, gerade wenn der Doodle gerne stöbert. Verarbeitete Pfirsichkerne werden manchmal als „Naturheilmittel” verkauft — das ist hochkonzentriertes Amygdalin und für jeden Hund gefährlich.

Wichtiger Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.

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