Rohe Bohnen — sowohl grüne Bohnen als auch Kidneybohnen, weiße Bohnen, Schwarze Bohnen, Limabohnen — sind für Hunde giftig. Verantwortlich ist Phasin, ein Lektin, das die roten Blutkörperchen zum Verklumpen bringt und im Darm zu Reizungen und Vergiftungen führt.
Kochen zerstört Phasin: bei mindestens 100 °C über 10 bis 15 Minuten wird Phasin abgebaut. Gekochte Bohnen sind unbedenklich und sogar gesund (siehe Eintrag „Grüne Bohnen gekocht”). Roh, halbgar oder kurz blanchiert — bleibt das Risiko.
Faustregel: bereits eine Hand voll roher Bohnen bei einem mittelgroßen Doodle reicht für Symptome. Bei kleinen Hunden weniger. Besonders kritisch sind rohe Kidneybohnen — sie haben den höchsten Phasin-Gehalt aller Bohnensorten.
Symptome: Erbrechen (oft schwallartig), starker Durchfall (manchmal blutig), Bauchschmerzen, Apathie, Speicheln. Treten meist innerhalb von 3 Stunden nach Verzehr ein. In schweren Fällen Kreislaufversagen.
Im Notfall: sofort zum Tierarzt. Sorte angeben (grüne Bohnen, Kidneybohnen, etc.) und ungefähre Menge. Bei starkem Erbrechen Infusion nötig — Phasin-Vergiftung führt schnell zu Dehydration.
Im Alltag: Bohnen-Konserven aus dem Glas sind gekocht und meist unbedenklich (aber: Salzgehalt prüfen!). Rohe Bohnen aus dem Garten oder aus dem Bohnen-Beet sind eine klassische Falle — Doodles, die im Garten stöbern, fressen sie manchmal.
Sichere Alternative: gekochte grüne Bohnen, gut gewaschen und ohne Salz, sind ein gesundes Topping (siehe eigener Eintrag).
Wichtiger Hinweis
Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.