Roher Kohl — egal ob Weißkohl, Rosenkohl, Blumenkohl, Wirsing oder Rotkohl — ist für Hunde nicht akut giftig, aber problematisch. Die Hauptprobleme: Blähungen, Magenreizung und Senfölglycoside, die in größeren Mengen die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen können.
Was bei rohem Kohl passiert: die enthaltenen Schwefelverbindungen werden im Hundedarm von Bakterien zersetzt — das Ergebnis sind massive Gase. Doodles werden unruhig, der Bauch rumort, manche reagieren mit Erbrechen oder weichem Stuhl.
Die Schilddrüsen-Problematik: rohe Kohlsorten enthalten Goitrogene, die die Jod-Aufnahme der Schilddrüse blockieren. Bei einmaliger Aufnahme kein Problem; bei regelmäßiger großer Menge kann sich eine Hypothyreose entwickeln — gerade bei Hunden, die ohnehin schon zu Schilddrüsenproblemen neigen.
Faustregel: kleine Mengen rohen Kohls (ein paar Stücke Blumenkohl, ein, zwei Rosenkohl-Köpfchen) bei einem mittelgroßen Doodle sind okay. Größere Mengen oder regelmäßige Fütterung — keine gute Idee.
Gekocht ist die Lösung: beim Kochen werden ein Teil der Goitrogene zerstört und der Kohl wird besser verdaulich. Gegarter Brokkoli, gekochter Blumenkohl, kurz gedämpfter Rosenkohl — alle in Maßen gut für den Hund.
Symptome bei zu viel rohem Kohl: Blähungen, Bauchschmerzen, Unruhe, Erbrechen, weicher Stuhl. Bei sehr großen Mengen Aufgasung des Magens — bei großen Rassen ein Magendrehung-Risiko.
Im Notfall: bei aufgeblähtem Bauch und erfolglosem Würgen sofort in die Tierklinik (Magendrehungs-Verdacht). Bei normalem Bohnenrumoren abwarten und Wasser anbieten.
Im Alltag: Kohlrabi und kleine Mengen gekochter Kohlsorten sind feine Snacks. Rohen Krautsalat lieber für die Menschen-Schüssel.
Wichtiger Hinweis
Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.