Du betrittst die Küche und siehst die Pfütze: halb verdautes Futter, vielleicht ein Bissen Gras, dein Hund liegt daneben und wirkt — naja, eigentlich okay. Oder eben nicht. Erbrechen gehört zu den häufigsten Beschwerden im Hundeleben. Manchmal ist es harmlos, manchmal das erste Warnzeichen für etwas Ernstes. Die wichtigste Frage ist nicht „warum hat er erbrochen“, sondern „in welchem Zustand ist dein Hund drumherum“.
Hinter Erbrechen können sich sehr unterschiedliche Dinge verbergen — von harmlos bis lebensbedrohlich.
Sofort in die Klinik, wenn dein Hund mehrmals erbricht und gleichzeitig apathisch wird, einen aufgeblähten Bauch hat, das Zahnfleisch sich blass oder grau-bläulich verfärbt oder du den Verdacht auf eine Vergiftung hast. Auch erfolglose Würgeversuche ohne Auswurf gelten als Notfall. Zum Tierarzt innerhalb von 24 bis 48 Stunden, wenn das Erbrechen nicht aufhört, dein Hund nichts trinkt oder zusätzlich Durchfall dazukommt. Wenn dein Hund nur einmal erbrochen hat und danach normal isst, trinkt und sich bewegt, kannst du den Tag beobachten und das Thema beim nächsten Routine-Termin ansprechen.
Eine sichere Diagnose braucht oft ein paar konkrete Hinweise vom Halter. Bevor du den Termin machst, lohnt eine kurze Notiz mit den folgenden Antworten — sie hilft deinem Tierarzt, die richtige Spur schneller zu finden und überflüssige Tests zu vermeiden.
Wichtiger Hinweis: Diese Liste zeigt nur die häufigsten Ursachen. Es gibt zahlreiche weitere Krankheiten, die ähnliche Symptome auslösen können. Eine sichere Diagnose stellt nur ein Tierarzt — bei anhaltenden oder akuten Symptomen suche bitte direkt eine Praxis oder Klinik auf. Gerade bei jungen Welpen, älteren Senioren und Hunden mit Vorerkrankungen sollten die Schwellen niedriger angesetzt werden als bei jungen, gesunden Erwachsenen — was beim einen abwartbar ist, kann beim anderen schon kritisch sein.
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