Cranberrys gelten als das klassische Hausmittel bei Blasen- und Harnwegsproblemen. Die enthaltenen Proanthocyanidine erschweren es Bakterien, sich an der Blasenwand festzusetzen. Auch beim Hund ist die Wirkung gut dokumentiert — Cranberrys sind bei wiederkehrenden Blasenentzündungen ein bewährter Helfer.
Wie füttern: frische oder gefrorene Cranberrys ohne Zucker. Ein paar Beeren pur oder zerdrückt unters Futter. Auch Cranberry-Pulver als Ergänzungsfuttermittel funktioniert — hier nach Herstellerangabe dosieren.
Menge: 5 bis 10 Beeren pro 10 kg Körpergewicht, zwei- bis dreimal die Woche. Bei akuten Blasen-Themen darf es auch täglich sein, dann aber besser vorher mit dem Tierarzt sprechen — Cranberrys sind unterstützend, ersetzen aber keine Antibiotika bei einer bakteriellen Infektion.
Was nicht geht: Cranberry-Saft aus dem Supermarkt ist meistens stark gezuckert. Auch getrocknete Cranberrys enthalten oft Zucker und Sonnenblumenöl. Beides ist unnötig — die frische oder gefrorene Variante ist die beste Wahl.
Vorsicht bei: Hunden mit Calciumoxalat-Steinen. Cranberrys können den Urin saurer machen — das ist bei Struvitsteinen erwünscht, bei Oxalatsteinen kontraproduktiv. Bei diagnostizierten Steinarten unbedingt mit dem Tierarzt absprechen.
Tipp: in einer kleinen Eiswürfelform mit etwas Wasser einfrieren ergibt einen frischen Sommer-Snack mit gesundem Effekt.
Wichtiger Hinweis
Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.