Erdnüsse

~Neutral

Erdnüsse sind streng genommen keine Nüsse, sondern Hülsenfrüchte — und für Hunde in kleinen Mengen unbedenklich, sofern sie ungesalzen und unverarbeitet sind. Sie liefern Eiweiß, Magnesium, Vitamin E und ungesättigte Fettsäuren.

Wichtige Regeln:

  • Nur ungesalzen — die typischen Bar-Erdnüsse sind viel zu salzig
  • Geröstet, nicht roh — rohe Erdnüsse können Aflatoxine enthalten
  • Ohne Schale — die rote Pellicula und die holzige Schote sind schwer verdaulich
  • Keine Schoko-Erdnüsse, keine Wasabi-Erdnüsse, keine Honig-Erdnüsse

Menge: 3 bis 5 ungesalzene Erdnüsse pro 10 kg Körpergewicht als gelegentlicher Snack. Mehr ist wegen des Fettgehalts (rund 50 g pro 100 g) und der hohen Kaloriendichte nicht sinnvoll.

Aflatoxin-Risiko: Erdnüsse neigen zur Schimmelbildung. Verschimmelte oder schlecht gelagerte Erdnüsse können Aflatoxine enthalten — eines der giftigsten natürlichen Toxine. Erdnüsse aus dem Vorratsschrank, die schon länger lagern oder muffig riechen, sofort entsorgen.

Erdnussbutter: eigener Eintrag (erdnussbutter). Wichtig dort: nur Sorten ohne Xylit — manche Diät-Erdnussbutter enthält den tödlichen Süßstoff.

Vorsicht bei: Hunden mit Erdnuss-Allergie (selten, aber möglich), Pankreatitis-Geschichte oder Übergewicht.

Symptome bei zu vielen Erdnüssen: Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen. Bei verschimmelten Erdnüssen Leberschwäche, Apathie, Gelbsucht — das ist ein Notfall.

Im Notfall: bei Verdacht auf verschimmelte Erdnüsse sofort zum Tierarzt. Bei normalem Verzehr meist abwarten und Wasser anbieten.

Wichtiger Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.

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