Rohe Holunderbeeren — sowohl die schwarzen als auch die roten — sind für Hunde giftig. Verantwortlich sind Sambunigrin und Lectine, die im rohen Zustand Magen-Darm-Reizungen und in größeren Mengen schwere Vergiftungserscheinungen auslösen.
Was beim Kochen passiert: die toxischen Stoffe werden durch Erhitzen zerstört. Holundersaft, Holundergelee oder Kompott ohne Zucker wären theoretisch verträglich — wegen des Zuckergehalts in handelsüblichen Produkten ist davon trotzdem abzuraten.
Symptome bei roher Aufnahme: Erbrechen, Durchfall (oft mit Schleim), Bauchschmerzen, Speichelfluss, in schweren Fällen Atemnot oder Krämpfe. Die Symptome zeigen sich meist innerhalb weniger Stunden nach Verzehr.
Faustregel: bereits eine Hand voll roher Beeren kann bei einem mittelgroßen Doodle Symptome auslösen. Auch Blätter, Rinde und Stängel enthalten den Giftstoff in höherer Konzentration als die reifen Beeren.
Im Notfall: sofort zum Tierarzt. Pflanzenteil oder eine Beere mitnehmen — es gibt verschiedene Holunderarten mit unterschiedlich starkem Giftgehalt, das hilft bei der Einschätzung.
Wo Vorsicht angebracht ist: Holunderbüsche stehen in vielen Gärten, an Wald- und Wegrändern und in städtischen Anlagen. Im Spätsommer und Herbst hängen die schwarzen, glänzenden Beeren tief — perfekt erreichbar für Doodles, die gerne stöbern.
Reife, gekochte Holunderprodukte für Menschen sind etwas anderes als rohe Beeren, aber auch da gilt: nichts gezuckertes für den Hund.
Wichtiger Hinweis
Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.