Kokosöl

~Neutral

Kokosöl ist im Hundebereich oft als Wundermittel angepriesen — Zeckenschutz, Fellpflege, Verdauungshilfe. Die Wahrheit liegt dazwischen: Es ist nicht giftig, kann hilfreich sein, ist aber kein Heilmittel.

Die enthaltene Laurinsäure wirkt leicht antibakteriell. Manche Hunde haben weniger Zecken nach Einreiben mit Kokosöl — die Datenlage ist aber dünn.

Faustregel innerlich: Ein halber Teelöffel pro 10 kg Körpergewicht, maximal alle paar Tage. Beim ersten Mal weniger — Kokosöl ist sehr fettreich und kann den Stuhl weich machen.

Faustregel äußerlich: Eine kleine Menge ins Fell gerieben pflegt trockene Stellen, Pfotenballen oder gereizte Hautstellen. Vorsicht: Hund leckt es ab, dann landet die ganze Tagesdosis im Magen.

Vorsicht bei Hunden mit empfindlicher Bauchspeicheldrüse — der hohe Fettgehalt kann eine Pankreatitis auslösen. Auch bei Übergewicht lieber sparsam: Ein Esslöffel Kokosöl entspricht ungefähr 100 Kalorien.

Wenn du Kokosöl ausprobieren willst, fang mit einer winzigen Menge an — ein Erbsen-großer Klecks reicht zum Test. Bei sehr empfindlichen Mägen lieber ganz weglassen. Andere Öle wie Lein- oder Lachsöl bringen mehr nachgewiesenen Nutzen für deinen Hund.

Wichtiger Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.

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