Lakritz

Giftig

Lakritz ist für Hunde giftig, wenn größere Mengen verzehrt werden. Verantwortlich ist Glyzyrrhizin, der Hauptwirkstoff der Süßholzwurzel. Beim Hund kann er den Mineralhaushalt durcheinanderbringen, den Blutdruck erhöhen und in größeren Mengen zu schweren Symptomen führen.

Faustregel: regelmäßiger Verzehr auch kleiner Mengen ist problematisch. Eine Hand voll Lakritz-Schnüre oder Lakritz-Bonbons bei einem 10-kg-Doodle reicht für Symptome. Bei Stark-Lakritz oder Salmiak-Lakritz ist die Konzentration des Wirkstoffs noch höher.

Was Glyzyrrhizin macht: es wirkt wie das Stresshormon Cortisol und erhöht den Blutdruck, lässt Kalium aus dem Körper ausschwemmen und kann zu Wassereinlagerungen führen. Bei Hunden mit Herz- oder Nierenproblemen ist das besonders kritisch.

Symptome: Bluthochdruck, Muskelschwäche, Wassereinlagerungen, Erbrechen, Durchfall, Apathie. Bei Hunden mit Vorerkrankungen können auch Herzrhythmusstörungen auftreten.

Zusätzlich der Zucker: die meisten Lakritz-Süßigkeiten sind stark gezuckert. Bei zuckerfreien Sorten kann auch Xylit als Süßstoff drin sein — dann wird es akut lebensgefährlich (eigener Eintrag „Bonbons mit Xylit”).

Im Notfall: bei größeren Mengen oder Symptomen zum Tierarzt. Verpackung mitnehmen, Sorte angeben (Mild, Stark, Salmiak). Bei Hunden mit bekannten Herz- oder Nierenproblemen schon kleinere Mengen ernst nehmen.

Im Alltag: Lakritz-Tüten verschlossen halten, Reste sicher entsorgen. Auch Lakritz-Tee, Lakritz-Eis und Lakritz-Likör enthalten den Wirkstoff.

Wichtiger Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.

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