Marzipan ist für Hunde giftig — und das gleich aus mehreren Gründen. Es besteht traditionell aus Süß- und Bittermandeln sowie viel Zucker. Die Bittermandel-Anteile enthalten Amygdalin, eine Vorstufe von Blausäure, in für Hunde gefährlichen Mengen.
Wieviel ist kritisch: Marzipan-Rohmasse enthält gesetzlich mindestens 50 % Mandeln, davon ein Anteil Bittermandeln. Schon 30 bis 50 g Marzipan können bei einem mittelgroßen Doodle Symptome auslösen — bei kleinen Hunden reicht weniger.
Zusätzlich der Zucker: Marzipan ist eines der zuckerreichsten Süßwaren überhaupt — bis zu 50 % Zucker. Das ist kein akuter Notfall, aber regelmäßiger Verzehr ungesund. Magenverstimmung ist häufig die erste Reaktion.
Schoko-Marzipan: kombiniert das Marzipan-Risiko mit Theobromin aus der Schokoladen-Hülle. Doppelt problematisch.
Symptome: Speichelfluss, Atemnot, Erbrechen, Durchfall, Apathie, im schweren Fall Krämpfe und Atemprobleme. Treten oft innerhalb von 30 bis 60 Minuten auf.
Im Notfall: sofort in die Tierklinik. Verpackung mitnehmen, ungefähre Menge angeben. Bei Schoko-Marzipan beide Risiken nennen — Amygdalin und Theobromin. Erbrechen-Auslösen nur unter tierärztlicher Aufsicht.
Im Alltag: in der Weihnachtszeit besonders aufpassen. Marzipan-Kartoffeln und Stollen-Reste auf dem Couchtisch oder unter dem Tannenbaum sind klassische Auslöser von Tierklinik-Besuchen zwischen den Feiertagen.
Wichtiger Hinweis
Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.