Muskatnuss ist für Hunde giftig — und übrigens auch für Menschen in größeren Mengen. Verantwortlich ist Myristicin, ein neurotoxischer und psychoaktiver Wirkstoff, der bei Hunden zu schweren neurologischen Symptomen führen kann.
Faustregel: ab etwa 5 g Muskatnuss pro kg Körpergewicht drohen schwere Vergiftungssymptome — das wäre bei einem 10-kg-Doodle eine ganze Muskatnuss. Aber: schon deutlich kleinere Mengen können Symptome auslösen, vor allem bei kleinen Hunden.
Wo Muskatnuss versteckt ist: in Spinat-Gerichten, in Kartoffelpüree, in Bechamel-Sauce, in Lebkuchen, in Plätzchen-Gewürzmischungen, in Glühwein. Im Winter besonders relevant — viele Weihnachtsgerichte enthalten Muskat. Auch Cola-Mischgetränke können Muskat enthalten.
Symptome: Erbrechen, starker Durst, Speicheln, Halluzinationen, Unruhe, schneller Herzschlag, Zittern, im schweren Fall Krampfanfälle und Bewusstseinsstörungen. Symptome zeigen sich nach 3 bis 8 Stunden — die Wirkung kann bis zu 24 Stunden anhalten.
Im Notfall: sofort in die Tierklinik. Bei Krampfanfällen oder schweren neurologischen Symptomen direkt zur Notdienst-Klinik. Erbrechen-Auslösen nur unter tierärztlicher Aufsicht.
Besonders kritisch: ganze Muskatnüsse, die im Gewürzregal liegen. Doodles, die Schubladen öffnen, finden sie manchmal — und reagieren auf den Geruch. Auch Muskatreiben mit Resten gehören außer Reichweite.
Im Alltag: bei Plätzchen-Backen mit Muskat aufpassen, Reste sicher entsorgen. Nach dem Lebkuchen-Buffet alles sicher wegräumen.
Wichtiger Hinweis
Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.