Pralinen sind für Hunde giftig — und meistens noch problematischer als reine Schokolade, weil sie eine Kombination aus mehreren Risiko-Inhaltsstoffen enthalten: Schokolade (Theobromin), oft Alkohol (Likör), Nüsse (Macadamia, Walnuss), Marzipan oder Rosinen.
Theobromin-Risiko: Praline-Schokolade ist meist Edelbitter oder Vollmilch. Bei Edelbitter-Pralinen reichen bei einem 5-kg-Doodle 2 bis 3 Stück für eine Vergiftung. Vollmilch-Pralinen sind milder, aber bei kleinen Hunden ebenfalls riskant.
Alkohol-Risiko: Likör-Pralinen, Mon Chéri, Rum-Trüffel und Co. enthalten echten Alkohol — manche bis zu 5 Gramm pro Stück. Schon eine einzige Likör-Praline kann bei einem 5-kg-Doodle Symptome einer Alkoholvergiftung auslösen.
Nuss-Risiko: Pralinen mit Macadamia-Nuss-Kern oder Walnuss-Stückchen verschärfen die Lage. Macadamia-Nüsse sind für Hunde giftig (eigener Eintrag), Walnuss kann schimmlig sein.
Symptome: Erbrechen, Durchfall, Hecheln, Unruhe, Zittern, bei Alkohol auch Taumeln, Speicheln, Bewusstseinsstörungen. Treten 30 bis 90 Minuten nach Verzehr ein.
Im Notfall: sofort in die Tierklinik. Verpackung mitnehmen — die Sorte und die Inhaltsstoffe sind entscheidend für die Behandlung. Bei Praline-Boxen vom Geschenk: Anzahl der fehlenden Pralinen abschätzen.
Im Alltag: Geburtstagsgeschenke, Mitbringsel, Adventssäckchen — Pralinen-Schachteln offen liegen lassen ist eine klassische Falle. Beim Schenken eines Pralinen-Geschenks an Hundehalter:innen lieber nachfragen.
Wichtiger Hinweis
Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.