Rosinen

Giftig

Rosinen sind für Hunde akut giftig — und gefährlicher als die frischen Trauben, aus denen sie gemacht werden. Beim Trocknen reduziert sich das Gewicht auf etwa ein Viertel, der unbekannte Toxin-Wirkstoff wird dabei konzentriert. Eine Hand voll Rosinen kann bei einem mittelgroßen Doodle ein akutes Nierenversagen auslösen.

Tückisch: die Empfindlichkeit ist individuell. Manche Hunde reagieren auf wenige Rosinen mit massivem Nierenversagen, andere vertragen kleinere Mengen scheinbar gut — bis Wochen später eine chronische Niereninsuffizienz auftritt. Es gibt keine sichere Menge.

Symptome: Erbrechen (oft innerhalb von 6 Stunden), Apathie, Fressunlust. Innerhalb von 24 bis 72 Stunden kommen vermehrtes oder vermindertes Wasserlassen, Durchfall, Bauchschmerzen, im schweren Fall keine Urinproduktion mehr — das ist akutes Nierenversagen.

Im Notfall: sofort zum Tierarzt. Innerhalb der ersten 1 bis 2 Stunden kann Erbrechen ausgelöst und eine Magenspülung gemacht werden — danach ist meist schon einiges aufgenommen. Dauerhaft braucht der Hund Infusionen, um die Nieren zu spülen.

Besonders gefährlich — wo Rosinen lauern: Stollen, Hefekränze, Müsli, Schoko-Rosinen, Studentenfutter, Rosinen-Brötchen, Bircher-Müsli. Auch Sultaninen, Korinthen und Currants sind getrocknete Trauben und genauso giftig.

Im Alltag: Müslireste, Stollenkrümel und Studentenfutter-Beutel sicher außer Reichweite. Bei Verdacht — auch nur einer einzelnen Rosine — lieber einmal anrufen.

Wichtiger Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.

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