Salz in größeren Mengen ist für Hunde akut giftig. Eine sogenannte Hypernatriämie — also eine Salzvergiftung — entsteht, wenn der Hund mehr Natrium aufnimmt, als seine Nieren ausscheiden können. Das führt zu einer Verschiebung des Flüssigkeits-Haushalts und kann lebensbedrohlich werden.
Faustregel: ab 2 bis 4 g Salz pro kg Körpergewicht wird es kritisch. Ein 10-kg-Doodle gerät mit 20 bis 40 g Salz in den toxischen Bereich. Eine durchschnittliche Brezel hat 2 bis 3 g Salz, ein Stück Salzgebäck oder Salzstangen ähnliche Werte.
Versteckte Salzquellen: Brühwürfel, Wurst, Schinken, Salami, Kartoffelchips, Pökelfleisch, asiatische Saucen (Sojasauce, Fischsauce). Auch Salzknetmasse aus dem Bastelladen oder Salz-Modelliermassen für Kinder sind klassische Vergiftungsfälle.
Symptome einer Salzvergiftung: starker Durst, Erbrechen, Durchfall, Apathie, Zittern, Krampfanfälle, im schweren Fall Koma. Die Symptome treten innerhalb von 1 bis 3 Stunden ein.
Im Notfall: sofort in die Tierklinik. Wichtig: nicht in Eigenregie viel Wasser anbieten — das kann die Hirnschwellung verschlimmern. Die Behandlung muss langsam und kontrolliert erfolgen, mit langsam dosierter Infusion.
Besonders gefährlich: der Strand. Doodles trinken oft Meerwasser, fressen salzige Sandburgen mit Muscheln oder geraten an Sandburgen-Reste. Im Sommer am Meer immer reichlich Süßwasser anbieten und im Auge behalten, was im Maul landet.
Im Alltag: ein bisschen Salz im Hundefutter ist normal und unproblematisch. Hier geht es um aktive Salzaufnahme in größeren Mengen — die ist gefährlich.
Wichtiger Hinweis
Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.