Schnittlauch sieht harmlos aus, gehört aber zur Allium-Familie und ist für Hunde giftig. Der enthaltene Wirkstoff Allicin und weitere Schwefelverbindungen schädigen die roten Blutkörperchen — das Bild ist das gleiche wie bei Zwiebel und Knoblauch.
Faustregel: ab 5 g Schnittlauch pro kg Körpergewicht wird es kritisch — ein mittelgroßes Bund Schnittlauch kann bei einem 10-kg-Doodle bereits Symptome auslösen. Auch im Topf in der Küche oder im Kräuterbeet im Garten ist Schnittlauch oft erreichbar.
In welcher Form auch immer: frisch geschnitten, eingefroren, getrocknet als Gewürz — die schädlichen Stoffe bleiben erhalten. Auch Schnittlauch im Kräuterquark, in Frischkäse, im Salat-Dressing oder im Rührei ist tabu.
Symptome einer Vergiftung: Erbrechen, Durchfall, Apathie, blasse Schleimhäute, schwere Atmung, dunkler Urin. Diese treten typisch erst nach 1 bis 5 Tagen auf — das Heimtückische ist die Verzögerung. Anfangs wirkt der Hund oft noch normal.
Im Notfall: sofort zum Tierarzt. Menge und Form (frisch, getrocknet, in einem Gericht) angeben. Eine Blutkontrolle nach 3 bis 5 Tagen ist meist sinnvoll, weil sich die Anämie erst dann voll zeigt.
Im Alltag: der Schnittlauch-Topf gehört außer Reichweite, das Brot mit Kräuterquark wandert nicht in den Hundenapf, und beim Brunch lieber zur neutralen Variante greifen.
Wichtiger Hinweis
Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.