Senf

Giftig

Senf — der scharfe Klassiker auf dem Bratwurst-Teller — ist für Hunde nicht geeignet. Senfsaat enthält Glucosinolate, Allylisothiocyanat und Sinigrin — Stoffe, die im Magen-Darm-Trakt von Hunden Reizungen und Entzündungen auslösen können. Auch der Schärfe-Reiz allein ist für Hunde unangenehm.

Was passiert beim Verzehr: Erbrechen ist die häufigste Reaktion — manchmal sogar erwünscht: in Notfall-Foren wird Senflösung als Brechmittel genannt. Davon ist trotzdem dringend abzuraten, weil die Dosierung schwer zu kontrollieren ist und Senf zusätzliche Magenschäden verursachen kann.

Symptome: Erbrechen, Durchfall, Speichelfluss, Bauchschmerzen. Bei größeren Mengen und über längere Zeit sind Schädigungen der Magenschleimhaut möglich. Die Symptome treten meist innerhalb einer Stunde auf.

Faustregel: ein Schluck Senfwasser durch ein abgeschlecktes Wurstbrot ist kein akuter Notfall — der Hund wird vielleicht würgen, aber selten ernsthaft krank. Eine Hand voll Senfsaat aus der Mühle oder ein Tube Senf, die der Hund sich selbst geholt hat, sind ein anderes Thema.

Besonders kritisch: Senfsaat aus dem Garten oder dem Gewürzregal — der Wirkstoffgehalt ist konzentrierter als im fertigen Tafelsenf. Auch scharfer Senf, Dijon-Senf oder Honigsenf mit zusätzlichen Gewürzen sind problematischer.

Im Notfall: bei größeren Mengen zum Tierarzt. Sorte und Menge angeben. Erbrechen tritt meist von selbst auf — kein eigenes Brechmittel-Experiment, das Risiko ist zu hoch.

Im Alltag: Wurstbrot mit Senf zur Seite stellen, der Doodle bekommt im Zweifel ein neutrales Stück Wurst.

Wichtiger Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.

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