Tabak — egal ob Zigarette, Zigarre, Pfeifentabak oder Schnupftabak — ist für Hunde akut lebensgefährlich. Verantwortlich ist Nikotin, das in geballter Form ein starkes Nervengift ist. Die Symptome treten schnell auf, das therapeutische Zeitfenster ist klein.
Faustregel: ab 1 mg Nikotin pro kg Körpergewicht wird es kritisch, ab 4 mg/kg drohen schwere Vergiftungen. Eine Zigarette enthält rund 10 bis 20 mg Nikotin — bei einem 5-kg-Doodle reicht eine einzige Zigarette für eine schwere Vergiftung. Zigarettenstummel haben oft sogar einen höheren Nikotin-Anteil als ungerauchter Tabak, weil sich der Stoff im Filter konzentriert.
Symptome: Speichelfluss, Erbrechen, Zittern, Hecheln, beschleunigter Herzschlag, später Bewusstseinsstörungen, Krämpfe und Atemstillstand. Die Symptome treten meist innerhalb von 15 bis 60 Minuten auf — schnell.
Im Notfall: sofort in die Tierklinik. Was geraucht wurde (Zigarette, Zigarillo, E-Zigarette mit Liquid), wieviel und wann angeben. Bei E-Zigaretten-Liquids besonders dringend — die enthalten oft hochkonzentriertes Nikotin in flüssiger Form.
Besonders gefährlich: Zigarettenstummel im Aschenbecher oder am Boden, E-Zigaretten-Liquid (auch leere Fläschchen), Nikotin-Kaugummis, Nikotin-Pflaster. Auch der Inhalt von Schnupftabak-Dosen ist hochkonzentriert.
Im Alltag: Aschenbecher außer Reichweite, beim Spaziergang in der Stadt auf Stummel achten — gerade Welpen schnüffeln am Boden und nehmen alles auf, was sie finden. Beim Besuch von Raucher-Freunden ein Auge drauf, wo Päckchen und Aschenbecher landen.
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Wichtiger Hinweis
Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.
Nein. Hunde dürfen Tabak nicht essen — das Lebensmittel gilt für Hunde als gefährlich oder giftig. Es gibt keine sichere Menge, und die Empfindlichkeit ist von Hund zu Hund verschieden.
Keine Menge. Schon kleine Portionen können Symptome auslösen. Wenn dein Hund versehentlich davon erwischt hat, ruf direkt deine Tierarztpraxis an.
Sofort beim Tierarzt anrufen. Notiere Menge, Zeitpunkt und Gewicht deines Hundes. Versuche nicht, das Erbrechen selbst auszulösen — das richtet oft mehr Schaden an als Nutzen. Die nächste Tierklinik oder den Giftnotruf solltest du im Handy gespeichert haben.
Nein, niemals. Welpen und Senioren sind besonders empfindlich gegenüber Giftstoffen. Schon Mengen, die einen gesunden erwachsenen Hund nur leicht belasten, können bei ihnen lebensbedrohlich sein.
Über den Autor
Thorsten Stöckmann — Betreiber von Doodlewelt, Labradoodle-Halter (Laika, seit 2025). Kein Tierarzt: sorgfältig nach tierärztlichen Fachquellen recherchiert, ersetzt keine Diagnose. Mehr über Doodlewelt
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