Tomatenpflanze

Giftig

Die Tomatenpflanze selbst — also Blätter, Stängel und grüne Triebe — ist für Hunde giftig. Verantwortlich ist Solanin, ein Nachtschattengewächs-Toxin, das in den grünen Pflanzenteilen besonders konzentriert ist. Auch unreife, grüne Tomaten enthalten viel Solanin (eigener Eintrag).

Wo das Problem liegt: Tomatenpflanzen wachsen in vielen Gärten und Balkonkästen — und Doodles, die gerne stöbern oder Pflanzen anknabbern, geraten in Versuchung. Junge Hunde und Welpen probieren vieles aus, was ihnen begegnet. Die Blätter haben einen bitteren Geruch, der manche aber sogar reizt.

Faustregel: ab etwa 5 g Pflanzenteile pro kg Körpergewicht drohen Symptome. Schon ein paar Blätter können bei einem kleinen Doodle Magen-Darm-Probleme auslösen, größere Mengen führen zu schweren Vergiftungserscheinungen.

Symptome: Erbrechen, Durchfall, Speicheln, Apathie, Zittern, Pupillenerweiterung, im schweren Fall Atemprobleme und Krampfanfälle. Diese setzen meist innerhalb weniger Stunden ein.

Im Notfall: sofort zum Tierarzt. Wenn möglich, ein Blatt der gefressenen Pflanze mitnehmen — das hilft bei der Identifikation. Bei Kombination mit unreifen Tomaten verstärkt sich das Bild.

Reife rote Tomaten: sind in kleinen Mengen für Hunde unbedenklich — der Solanin-Gehalt sinkt stark, sobald die Frucht ausreift. Das gilt aber nur fürs Fruchtfleisch der reifen Frucht, nicht für den Stielansatz oder den grünen Strunk.

Im Alltag: Tomatenpflanzen im Garten zaunsicher pflanzen, Topf-Tomaten auf dem Balkon außer Reichweite stellen, Beschnittreste sicher entsorgen.

Wichtiger Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.

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