Glossar-Eintrag

Eliminationsdiät

Eliminationsdiät meint eine acht- bis zwölfwöchige Ausschlussdiät zum belastbaren Nachweis einer Futtermittelallergie beim Hund. Goldstandard.

Die Eliminationsdiät ist das wichtigste Verfahren, um eine Futtermittelallergie oder -unverträglichkeit beim Hund zu diagnostizieren. Über mindestens acht Wochen bekommt der Hund ausschließlich ein einziges, sorgfältig ausgewähltes Futter — entweder ein hydrolysiertes Diätfutter aus dem Tierarztbereich oder ein Novel-Protein-Futter mit einer Eiweißquelle, die er nachweislich noch nie gefressen hat.

Daneben darf nichts anderes gegeben werden: keine Leckerlis vom Tisch, keine Kauknochen aus dem Supermarkt, keine aromatisierten Zahnpflegestreifen, keine Kausnacks vom Spaziergang. Selbst aromatisierte Wurmkur kann das Ergebnis verfälschen. Bessern sich die Symptome im Verlauf der acht Wochen deutlich, ist eine Futtermittelallergie wahrscheinlich. Werden im Anschluss einzelne Zutaten gezielt zurück ins Futter genommen — der sogenannte Provokationstest — lässt sich der konkrete Auslöser herausarbeiten.

Die Eliminationsdiät verlangt Disziplin von allen Familienmitgliedern, gerade in Familien mit kleinen Kindern, die gerne mal etwas vom Teller fallen lassen. Sie ist mühsam — aber das einzige Verfahren, das eine Futtermittelallergie beim Hund wirklich belastbar nachweist. Schnelltests wie Bioresonanzanalysen oder reine IgG-Bluttests sind kein Ersatz.

Beispiel

Ein Halter eines F1-Goldendoodles startet die Eliminationsdiät mit hydrolysiertem Spezialfutter. Nach drei Wochen lässt das Bauchjucken deutlich nach. Nach acht Wochen testet er einzelne Zutaten zurück und identifiziert Huhn als den Auslöser. Drei Monate später läuft der Hund symptomfrei auf einem Pferd-Reis-Futter.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.