Glossar-Eintrag
Der IgE-Bluttest — auch serologischer Allergietest genannt — weist im Blut des Hundes Antikörper der Klasse IgE nach, die gegen bestimmte Allergene gerichtet sind. Eine erhöhte Konzentration zeigt: Das Immunsystem hat sich gegen das jeweilige Allergen sensibilisiert, eine allergische Reaktion ist möglich.
Im Vergleich zum Intrakutantest ist der Bluttest schonend. Eine einzige Blutprobe reicht, der Hund muss nicht sediert werden, kein Fell wird rasiert. Der Befund kommt aus dem Labor, oft innerhalb weniger Tage. Der Nachteil: Er liefert mehr falsch-positive Ergebnisse. Ein Hund kann gegen bestimmte Allergene IgE bilden, ohne klinisch auf sie zu reagieren — die Liste am Ende ist deshalb breiter, als sie sein müsste.
Sinnvoll ist der IgE-Bluttest vor allem als erster Schritt, um Verdachtsmomente einzugrenzen, oder bei Hunden, denen man eine Sedierung ersparen möchte — etwa Welpen, alten Hunden oder Tieren mit Herzproblemen. Für die endgültige Therapieentscheidung ergänzt er den Intrakutantest, ersetzt ihn aber meist nicht vollständig.
Beispiel
Bei einem zwölf Jahre alten Doodle, der eine Sedierung schwer toleriert, wählt der Tierarzt den IgE-Bluttest. Die Auswertung zeigt erhöhte IgE-Werte gegen Hausstaubmilbe und Roggenpollen. Mit angepasstem Allergen-Management — Kontrolle der Schlafplätze, Pollensaisons-Routine — geht es dem Hund spürbar besser.
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