Glossar-Eintrag
Beim Intrakutantest rasiert die Tierärztin oder der Tierdermatologe eine kleine Hautstelle am Bauch oder an der Flanke, markiert ein Raster und spritzt darin nacheinander geringe Mengen verschiedener Allergene direkt in die Haut. Nach 15 bis 20 Minuten wird abgelesen, an welchen Punkten Quaddeln oder Rötungen entstanden sind.
Getestet werden vor allem Umweltallergene wie Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze und Hautpilze — die typischen Auslöser einer atopischen Dermatitis beim Hund. Der Test ist aufwendig: Er findet beim Spezialisten statt und erfolgt in der Regel unter leichter Sedierung, damit der Hund ruhig liegt. Außerdem müssen vor dem Termin oft eine Zeit lang keine antiallergischen Medikamente und kein Kortison gegeben werden, um das Ergebnis nicht zu verfälschen.
Im Vergleich zum serologischen IgE-Bluttest gilt der Intrakutantest als zuverlässiger und eindeutiger — die Hautreaktion zeigt direkt, was beim Hund klinisch wirklich auslöst. Aufwand und Sedierung sind allerdings nicht jedem Patienten zumutbar; in solchen Fällen ist der Bluttest die schonendere Alternative.
Beispiel
Ein vier Jahre alter Goldendoodle hat seit zwei Sommern starkes Pfoten- und Bauchjucken. Beim Intrakutantest beim Tierdermatologen reagiert er deutlich auf Birken- und Gräserpollen sowie auf Hausstaubmilben. Mit dem Befund kann eine spezifische Immuntherapie gestartet werden, die seine Symptome langfristig spürbar lindern kann.
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