Glossar-Eintrag

Die Pubertät beim Hund beginnt mit der Geschlechtsreife (Hündinnen meist 6–9 Monate, Rüden 7–12 Monate) und dauert 6–12 Monate. Bei Doodles und größeren Rassen oft bis zum 18. Lebensmonat.
Hormonelle Umstellung und Umbau im Gehirn machen den Junghund schwankend: Er testet erlernte Kommandos, reagiert plötzlich ängstlich auf bekannte Reize, fixiert andere Hunde stärker und ist sprunghaft in der Konzentration. Viele Halter empfinden diese Phase als die anstrengendste der ganzen Hundekarriere.
Was hilft: Geduld, kleine, klar strukturierte Trainingseinheiten, ruhiger Alltag, weniger neue Reize. Konsequent bleiben, ohne in Konfrontation zu kippen — der Junghund testet, das ist normal. Ab Monat 18 entspannt sich das meist von selbst.
Beispiel
Ein 14 Monate alter Mini-Labradoodle, der bisher zuverlässig kam, ignoriert plötzlich den Rückruf am Hundeplatz — kein Defekt, sondern Lehrbuch-Pubertät. Schleppleine, weniger Reize, mehr Wiederholung im ruhigen Setting.
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