Darf mein Hund Schinken essen?

~Neutral

Schinken ist eines dieser Lebensmittel, bei dem die meisten Hundebesitzer gar nicht mehr drüber nachdenken — schnell mal ein Stück vom Frühstücksbrot abgegeben, Doodle freut sich. Akut gefährlich ist das nicht, aber Schinken ist stark gepökelt und gewürzt, was ihn auf Dauer ungesund macht.

Das Hauptproblem ist Salz: handelsüblicher Schinken (Kochschinken, Rohschinken, Serrano, Parma) enthält bis zu 3 Gramm Salz pro 100 Gramm. Das ist deutlich mehr, als ein Hund am Tag aufnehmen sollte. Bei regelmäßigem Verzehr belastet das Nieren und Kreislauf.

Pökelstoffe: die meisten Schinkensorten werden mit Nitritpökelsalz behandelt. Das ist auch beim Menschen umstritten — beim Hund gilt: regelmäßiger Verzehr ist nicht ideal.

Faustregel: ein kleines Stück Kochschinken als Belohnung gelegentlich ist in der Regel kein Problem. Täglich Schinken vom Frühstücksteller — keine gute Gewohnheit.

Roher Schinken (Parma, Serrano): hier kommen Trichinen-Risiko (sehr selten in der EU, aber vorhanden) und der besonders hohe Salzgehalt zusammen. Lieber komplett weglassen.

Sandwiches mit Schinken-Beilagen: Senf, Käse, Mayonnaise, Zwiebel — wenn ein Doodle das halbe Sandwich erwischt, ist nicht der Schinken das Hauptproblem, sondern die Begleitstoffe (vor allem Zwiebel).

Was ist mit gekochtem Schinkenwürfeln im Hundekuchen-Rezept: ein paar Würfel im selbstgemachten Hundekeks gehen klar — solange das Gesamtsalz im Rahmen bleibt.

Im Alltag: Schinken-Reste vom Buffet sicher entsorgen, lieber ein neutrales Stück Hähnchen für die Belohnungs-Box.

Wichtiger Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.

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