Rassen-Portrait
Diese Rasse gibt es in mehreren Größen — abhängig von der eingekreuzten Pudel-Linie. Charakter und Pflege sind weitgehend identisch; Bewegungsbedarf, Platz und Kosten skalieren mit.
| Größe | Pudel-Linie | Schulterhöhe | Gewicht | Lebenserwartung | Bewegung | Welpen-Preis | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mini | Zwergpudel | 28–35 cm | 4–8 kg | 13–16 Jahre | 45–60 min | 2.000–3.000 € | Gut |
| Medium | Zwergpudel | 33–43 cm | 7–11 kg | 12–15 Jahre | 60–90 min | 2.200–3.500 € | Mittel |
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Der Cavapoo entstand in den 1990er Jahren in Australien — parallel zur Entwicklung anderer Doodle-Rassen. Ziel war ein kompakter, allergikerfreundlicher Familienhund mit dem ausgeglichenen Wesen des Cavaliers.
Über Großbritannien (dort als „Cavapoo“ oder „Cavoodle“ bekannt) verbreitete sich die Rasse rasch international. In Deutschland gewinnt sie seit den 2010er Jahren stark an Beliebtheit.
Eine Besonderheit: Da der Cavalier zu mehreren ernsten Erbkrankheiten neigt, ist die Wahl seriöser Züchter mit umfassenden Gesundheitstests besonders wichtig.
Cavapoos gelten als ausgesprochen sanftmütig, anhänglich und sozialverträglich. Sie haben den ruhigen, freundlichen Charakter des Cavaliers geerbt, sind aber durch den Pudel-Anteil deutlich lernfreudiger und weniger zur Stimmungsschwankung neigend.
Ihre Bindung an die Familie ist sehr eng — sie folgen ihren Menschen am liebsten überall hin. Aggression ist quasi unbekannt, Wachhunde sind sie nicht.
Cavapoos sind moderat aktiv: 45–75 Minuten Bewegung täglich plus geistige Auslastung reichen meist aus. Sie kommen gut mit anderen Hunden, Kindern und Haustieren aus.
Das Fell des Cavapoo ist meist wellig, manchmal lockig oder leicht glatt. Es haart wenig, neigt aber zum Verfilzen.
Tägliche Pflege: 5–10 Min Bürsten, besonders an Ohren (lange Schlappohren!) und Beinen.
Profischur: Alle 8–10 Wochen, ca. 50–80 € pro Termin.
Ohren: Wöchentliche Kontrolle und Reinigung — Schlappohren-Hunde neigen zu Ohrenentzündungen.
Cavapoos sind lernwillig, sensibel und reagieren am besten auf positive Verstärkung. Sie sind keine Sturköpfe, brauchen aber konsequente Führung — sonst entwickeln sie eigene Routinen.
Wichtig in den ersten Monaten: Sozialisierung mit Menschen, Hunden, Umgebungen.
Typische Themen: Alleinebleiben (sehr hohes Risiko für Verlassensangst), Stubenreinheit (kann etwas länger dauern als bei größeren Rassen), Bellverhalten.
Als Hybridrasse profitieren Cavapoos vom Heterosis-Effekt — sie sind tendenziell robuster als reine Cavaliers. Trotzdem treten ernste Erbkrankheiten auf:
Häufig (vom Cavalier): Mitralklappenerkrankung (MVD) — häufigste Todesursache. Syringomyelie (SM) — Fehlbildung des Hinterhauptlochs.
Häufig (vom Pudel): Patellaluxation, Progressive Retinaatrophie (PRA), Augenerkrankungen.
Seriöse Züchter testen Elterntiere kardiologisch (Herzultraschall) und mittels MRT auf Syringomyelie — diese Tests sind beim Cavapoo besonders wichtig.
Familien: Sehr gut geeignet — sanft, geduldig, kinderlieb.
Singles & Paare: Ideal — sehr anhänglich, kompakt, leicht händelbar.
Senioren: Hervorragend — moderate Bewegungsansprüche, ruhig, anschmiegsam.
Kinder: Ab Schulalter sehr gut. Mit kleinen Kindern wegen seiner zierlichen Statur unter Aufsicht.
Andere Tiere: Sehr verträglich.
Stadt vs. Land: Beides möglich. In Wohnungen problemlos zu halten.
Hochwertiges Futter mit hohem Fleischanteil. Cavapoos neigen zu Übergewicht — Portionen abmessen und Leckerlis bewusst rationieren.
Welpen bekommen Junior-Futter bis ca. 10–12 Monate. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind Standard.
Bei Cavapoos mit Mitralklappenerkrankung (häufige Erbkrankheit der Cavaliers) kann eine herzgesunde Ernährung mit reduziertem Salzanteil sinnvoll sein — tierärztliche Beratung empfohlen.
F1: 50 % Cavalier, 50 % Pudel. Klassische erste Generation, größte genetische Vielfalt.
F1b: F1 zurückgekreuzt mit Pudel (75 % Pudel). Verlässlicher pudelähnliches Fell — sehr beliebt für Allergiker.
F2: F1 × F1.
Multigen: Ab 3. Generation. Verlässlichste Eigenschaften.
Cavapoo und Cavoodle bezeichnen denselben Hund: die Kreuzung aus Cavalier King Charles Spaniel und Pudel. „Cavoodle“ ist die in Australien übliche Bezeichnung — dort entstand die Rasse in den 1990er Jahren —, während sich in Großbritannien, den USA und Deutschland „Cavapoo“ durchgesetzt hat. Seltener liest du „Cavadoodle“ oder „Cavapoodle“. Es gibt keinen Unterschied in Abstammung, Größe oder Wesen; der Name richtet sich nur nach dem Herkunftsland des Züchters oder der Linie.
Praktisch heißt das: Bei der Züchtersuche lohnt sich die Suche unter beiden Namen. Australische Cavoodle-Linien werden gelegentlich nach Europa importiert, der Anteil ist aber klein — die meisten Cavapoos in Deutschland stammen aus deutschen oder britischen Verpaarungen.
Der Cavapoo ist klein bis mittelgroß. Weil in der Zucht fast ausschließlich Zwergpudel eingesetzt werden, gibt es beim Cavapoo keine echte Standard-Größe; die Spanne ergibt sich aus der Größe des Cavaliers und des jeweiligen Pudels:
| Größe | Pudel-Linie | Schulterhöhe | Gewicht | Lebenserwartung |
|---|---|---|---|---|
| Mini | Zwergpudel | 28–35 cm | 4–8 kg | 13–16 Jahre |
| Medium | Zwergpudel | 33–43 cm | 7–11 kg | 12–15 Jahre |
Ausgewachsen ist ein Cavapoo mit 10–12 Monaten; danach verändert sich vor allem noch die Fellstruktur. Innerhalb eines Wurfs kann die Endgröße um einige Zentimeter streuen — die Elterntiere sind der beste Anhaltspunkt. Wie sich Doodle-Größen grundsätzlich unterscheiden, liest du im Größenvergleich Mini, Medium, Standard.
Der Mini Cavapoo ist die häufigste und beliebteste Variante: 28–35 cm, 4–8 kg, aus der Verpaarung mit einem kleinen Zwergpudel. Er ist mit 45–60 Minuten Bewegung täglich zufrieden, passt in jede Wohnung und ist ein guter Begleiter für Senioren und weniger sportliche Halter. Lebenserwartung 13–16 Jahre, Welpenpreis 2.000–3.000 €, laufende Kosten 70–110 € im Monat.
Vorsicht bei Begriffen wie „Toy Cavapoo“ oder „Teacup“: Extrem kleine Tiere entstehen durch die Verpaarung besonders kleiner Elterntiere und bringen häufiger Probleme mit Patellaluxation, Zahnstellung und Unterzuckerung im Welpenalter mit. Ein Cavapoo deutlich unter 4 kg ist kein Qualitätsmerkmal. Wer einen etwas robusteren Hund möchte, wählt die Medium-Variante mit 33–43 cm und 7–11 kg.
Anschaffung: Seriöse Züchter verlangen 2.000–3.500 € — Mini 2.000–3.000 €, Medium 2.200–3.500 €. Ein Teil des Preises sind die beim Cavapoo besonders aufwendigen Gesundheitsuntersuchungen der Eltern (Herzultraschall, MRT). Angebote deutlich unter 2.000 € sparen in aller Regel genau daran.
Laufende Kosten: 70–130 € im Monat (Mini 70–110 €, Medium 90–130 €) für Futter, Friseur (alle 8–10 Wochen 50–80 €), Haftpflicht, Parasitenschutz und Tierarzt-Rücklage. Wegen des Herzrisikos ist eine Krankenversicherung beim Cavapoo empfehlenswerter als bei den meisten anderen Doodles.
Hundesteuer: kommunal, für den ersten Hund in den meisten Städten 80–160 € im Jahr (Spanne der Großstädte 65–186 €) — siehe Hundesteuer-Übersicht 2026. Erstausstattung und laufende Posten im ersten Jahr: Was kostet das erste Jahr wirklich?.
Ja — der Cavapoo ist einer der besten Doodles für Erstbesitzer. Er ist sanft, lernwillig, wenig dominant, kompakt und braucht nur moderate Bewegung; Erziehungsfehler führen selten zu ernsten Problemen. Zwei Dinge müssen Anfänger trotzdem einplanen: konsequentes Training fürs Alleinbleiben und die tägliche Fellpflege. Und seine Sanftheit ist kein Freibrief — auch ein Cavapoo braucht Welpenkurs, Sozialisierung und klare Regeln. Die häufigsten Fehler: 10 Anfänger-Fehler beim Doodle.
Schwer. Der Cavapoo ist ein ausgesprochen anhänglicher Hund, Verlassensangst ist bei dieser Rasse das häufigste Verhaltensproblem. Bei schrittweisem Aufbau ab der ersten Woche sind 3–4 Stunden für einen erwachsenen Hund realistisch; ganztägiges Alleinsein ist mit einem Cavapoo nicht vereinbar. Wer Vollzeit außer Haus arbeitet, braucht Betreuung — oder eine andere Rasse.
Wichtig beim Training: kurze Abwesenheiten ohne großes Verabschieden, ein fester Ruheplatz, vorher Bewegung und Beschäftigung. Schritt für Schritt: Doodle-Welpe alleine lassen; bei bestehenden Problemen Trennungsangst beim Doodle.
Eher nein. Der Cavapoo ist kein Wachhund und fremden Menschen gegenüber freundlich. Wie viele kleine Hunde kann er allerdings zum Melden neigen — an der Tür, bei Geräuschen im Treppenhaus —, wenn das Verhalten nicht früh in ruhige Bahnen gelenkt wird. Anhaltendes Bellen ist beim Cavapoo fast immer ein Zeichen von Trennungsstress oder Langeweile. Ursachen und Abhilfe: Mein Doodle bellt ständig.
12–16 Jahre: Minis erreichen 13–16 Jahre, Mediums 12–15. Der größte Einflussfaktor ist die Herzgesundheit. Die Mitralklappenerkrankung (MVD) des Cavaliers wird vererbt und verkürzt das Leben betroffener Hunde deutlich — deshalb sind die Herzbefunde der Eltern beim Cavapoo wichtiger als bei jeder anderen Doodle-Rasse. Ab dem mittleren Alter gehört das jährliche Abhören des Herzens zur Vorsorge; auffällig sind Husten, schnelle Ermüdung und beschleunigte Atmung in Ruhe — damit gehört der Hund zeitnah in die Praxis.
Ansonsten gilt, was für alle kleinen Hunde gilt: Normalgewicht halten (Cavapoos neigen zu Übergewicht), Zähne pflegen, Ohren kontrollieren. Altersanzeichen erkennen: Senior-Doodle: 12 Anzeichen.
Dafür bekommst du einen der verträglichsten und sanftesten Begleithunde überhaupt. Ob der Maltipoo die bessere Alternative ist, klärt Cavapoo vs. Maltipoo.
Beim Cavapoo ist der Züchter wichtiger als bei fast jeder anderen Doodle-Rasse, weil sich die schweren Erbkrankheiten des Cavaliers nur über untersuchte Elterntiere ausschließen lassen. Verlange diese Nachweise — für beide Eltern:
Mehr dazu: Seriöse Doodle-Züchter erkennen, Welpenbesichtigung: die Checkliste und der Hub Züchter. Gesundheitsangaben auf dieser Seite sind allgemeines Grundwissen und ersetzen keinen Tierarztbesuch.
Stand: August 2026
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FAQ
Bei seriösen Züchtern liegt der Welpenpreis zwischen 2.000 € und 3.500 €. Laufende Kosten: 80–130 € pro Monat.
Die Lebenserwartung liegt bei 12–15 Jahren — sofern keine schweren Cavalier-typischen Erbkrankheiten vorliegen.
Mindestens: Herzultraschall der Elterntiere (auf MVD), MRT-Untersuchung auf Syringomyelie, Augenuntersuchung, HD/Patella-Bewertung. Ohne diese Tests kein seriöser Cavapoo-Züchter.
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