Glossar-Eintrag

Getreidefreies Hundefutter (englisch grain-free) verzichtet auf Getreide als Kohlenhydratquelle. Stattdessen werden Hülsenfrüchte (Erbsen, Linsen, Kichererbsen) oder Kartoffeln verwendet.
Marketing-Argumente sind „wolfsgerecht“, „besser verdaulich“ und „allergikerfreundlich“. Tatsächlich sind echte Getreide-Allergien beim Hund selten — die meisten Futterallergien betreffen tierische Proteine, nicht Mais oder Reis.
Wichtig: Seit 2018 warnt die FDA mehrfach, dass bestimmte getreidefreie Futter mit hohem Hülsenfrucht-Anteil mit DCM (Herzmuskelschwäche) in Verbindung stehen. Bei genetisch vorbelasteten Linien wie Goldendoodle ist getreidefreies Futter kritisch zu prüfen.
Beispiel
Bei einem F1-Goldendoodle mit Magenproblemen wird häufig spontan auf getreidefrei umgestellt — sinnvoller ist eine Ausschlussdiät beim Tierarzt, weil das Problem oft am tierischen Protein liegt, nicht am Getreide.
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