Glossar-Eintrag

Leinenführigkeit heißt, dass ein Hund an der Leine geht, ohne zu ziehen oder zu zerren. Die Alltagsform ist die lockere Leine: Der Hund läuft entspannt neben dem Halter, die Leine hängt durch.
Warum das wichtig ist: Ein 25 kg schwerer Standard-Doodle, der zieht, kann seinen Halter aus dem Gleichgewicht reißen. Hunde, die ständig in Ziehlage gehen, gewöhnen sich an Stress am Halsband oder Geschirr — das belastet langfristig Kehlkopf, Wirbelsäule und Lernverhalten.
Training läuft am besten über positive Verstärkung in kurzen Einheiten: Sobald die Leine spannt, bleibt der Halter stehen oder wechselt die Richtung. Der Hund lernt, dass Ziehen nicht zum Ziel führt. Ab Woche 10 anfangen — ein 6 Monate alter Doodle, der durchgängig zieht, braucht deutlich mehr Umlern-Aufwand.
Beispiel
Ein 9 Monate alter Standard-Goldendoodle, der bisher nie an der Leine trainiert wurde, kann beim Spaziergang einen erwachsenen Halter problemlos den halben Bürgersteig hinterherziehen. Frühes Training spart später Rückenschmerzen.
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