Glossar-Eintrag

Die positive Verstärkung ist eines der vier Grundprinzipien der Lerntheorie nach B. F. Skinner. Praktisch heißt das: Verhalten, das belohnt wird, tritt in Zukunft häufiger auf.
Wirkprinzip in drei Schritten: Hund zeigt das gewünschte Verhalten, sofort folgt eine Belohnung, und mit der Wiederholung lernt der Hund, dass dieses Verhalten lohnt. Anders als beim aversiven Training (Strafe, Druck) entstehen kein Stress oder Vertrauensverlust — der Hund arbeitet aus eigenem Antrieb mit.
Heute ist positive Verstärkung der wissenschaftliche Standard moderner Hundeerziehung. Studien zeigen: Damit trainierte Hunde sind stabiler im Verhalten und enger an ihren Haltern orientiert als Hunde aus Stress-Training. Bei Doodles, die sensibel reagieren, ist es ohnehin die einzig sinnvolle Methode.
Beispiel
Beim Rückruf-Training: Du rufst „Komm!", der Mini-Doodle kommt — und bekommt sofort sein Lieblings-Leckerli plus überzeugte Stimme. Nach drei Wochen mit 10 Wiederholungen pro Tag steht der Rückruf, und der Hund kommt aus eigenem Antrieb, nicht aus Pflicht.
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