
Urlaub mit Hund an der Ostsee funktioniert das ganze Jahr — mit einer Einschränkung: In der Hauptsaison (meist 1. Mai bis 30. September, in manchen Orten bis 31. Oktober) dürfen Hunde nur an ausgewiesene Hundestrände, außerhalb der Saison an fast jeden Strand. Solche Hundestrände gibt es in Mecklenburg-Vorpommern unter anderem in Boltenhagen, Kühlungsborn, Warnemünde, Binz und Prerow, in Schleswig-Holstein in Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Grömitz, auf Fehmarn und in Glücksburg. Leinenpflicht regeln die Gemeinden unterschiedlich, deshalb lohnt der Blick auf die Strandsatzung deines Urlaubsorts. Unten findest du die Regeln beider Bundesländer, die beste Reisezeit, hundefreundliche Unterkünfte, eine Packliste und die Doodle-Themen Salzwasser, Sand und Fell.
Die Ostsee hat keine Gezeiten, kaum Strömung und flach abfallende Strände — ein Labradoodle, der Schwimmen gerade erst lernt, kann hier meterweit im hüfttiefen Wasser waten, ohne dass eine Welle ihn umwirft. Das Wasser ist nur schwach salzig, was das Fell weniger austrocknet als an der Nordsee, und die Küste ist lang genug, dass es neben den Badeorten immer einen ruhigen Abschnitt gibt. Dazu kommen Küstenwälder direkt hinter den Dünen (Darß, Usedom, Rügen, Holsteinische Schweiz), in denen ein Doodle auch an heißen Tagen laufen kann, und eine Infrastruktur, die auf Hunde eingestellt ist: Hundestrände mit Kotbeutelspendern, Hundeduschen, Restaurants mit Wassernapf, Fähren, die Hunde mitnehmen. Wer mit Hund reist, ist an der Ostsee Normalfall, nicht Ausnahme.
Das Tourismusportal von Mecklenburg-Vorpommern führt über 30 Hundestrände und nennt als Beispiele Binz (Nordstrand, ganzjährig Freilauf im ausgewiesenen Bereich), Prerow und Ahrenshoop auf dem Darß, Lubmin, Boltenhagen, Kühlungsborn, Warnemünde, Zierow, Rerik und Nienhagen. Kühlungsborn hat laut Stadtseite vier Hundestrände an den Strandabschnitten 1, 12–13 und 28, an denen Hunde frei laufen dürfen; in Warnemünde ist Freilauf im Sommer laut Landesportal nur zwischen 21 und 9 Uhr erlaubt. An der schleswig-holsteinischen Ostsee nennt das Landesportal Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Grömitz, Dahme, Kellenhusen, Heiligenhafen, Damp (ganzjährig), Fehmarn mit vier Hundestränden, Travemünde mit einem Hundebadesteg und Glücksburg mit einem rund 20 Hektar großen Hundewald. Die meisten Hundestrände sind kostenlos, in der Saison fallen aber Parkgebühren an.
Ein Hundestrand ist selten der schönste Abschnitt des Ortes — meist liegt er am Rand, hinter dem Hauptstrand, ohne Strandkörbe. Dafür triffst du dort Menschen, die dieselben Regeln akzeptieren, und dein Hund darf Hund sein. Wer Strandkorb und Hund kombinieren will, sucht Orte, die Strandkörbe auch am Hundestrand vermieten — in einigen Gemeinden gibt es das.
Beide Länder überlassen die Strandregeln den Gemeinden — es gibt kein einheitliches Landesgesetz für Hunde am Strand. Das Muster ist trotzdem überall ähnlich, und das Beispiel Kühlungsborn zeigt es gut: In der Hauptsaison vom 1. Mai bis 31. Oktober dürfen Hunde an den Hundeabschnitten frei laufen, an allen übrigen Strandabschnitten nur angeleint und nur zwischen 20 und 8 Uhr; in der Nebensaison vom 1. November bis 30. April sind Hunde an allen Abschnitten willkommen. Andere Orte enden mit der Hauptsaison schon am 30. September oder beginnen am 15. Mai, und manche erlauben Hunde in der Saison außerhalb der Hundestrände gar nicht. Leinenpflicht außerhalb des Strandes — in Ortslagen, Wäldern, Naturschutzgebieten und auf Deichen — regeln ebenfalls die Kommunen; in Nationalparks und Naturschutzgebieten wie dem Darß, Hiddensee oder dem Jasmund gilt in der Regel Leinenpflicht.
| Thema | Übliche Regel | Wo du es nachschaust |
|---|---|---|
| Hauptsaison | Meist 1. Mai – 30. September, teils bis 31. Oktober; Hunde nur an Hundestränden | Strandsatzung der Gemeinde, Tourist-Info |
| Nebensaison | Hunde an fast allen Stränden erlaubt, oft mit Leine | Strandsatzung |
| Freilauf | Nur an ausgewiesenen Abschnitten; manche Orte nur zu Randzeiten (z. B. abends/morgens) | Schilder am Strandzugang |
| Leinenpflicht im Ort und Wald | Kommunal geregelt; in Nationalparks und Naturschutzgebieten fast immer | Hundeverordnung der Gemeinde |
| Kurtaxe für Hunde | Nur in einzelnen Orten; meist keine | Kurkarte, Vermieter |
| Kotbeutel | Mitführpflicht und Spender an Hundestränden | Vor Ort |
Eine Kurtaxe für Hunde gibt es nur in einzelnen Orten; wenn, dann steht sie auf der Kurkarte oder in den Unterlagen des Vermieters. Frag im Zweifel bei der Buchung nach — das erspart dir Überraschungen an der Rezeption.
Für Hunde ist die Ostsee außerhalb der Hauptsaison am schönsten: April und Mai mit leeren Stränden, milden Temperaturen und Freilauf fast überall, sowie September und Oktober, wenn das Wasser noch warm ist und die Regeln in vielen Orten schon gelockert sind. Der Hochsommer hat drei Nachteile — volle Strände, eingeschränkte Regeln und Hitze, die dicht behaarten Doodles zusetzt. Wenn es doch Juli oder August sein muss: früh morgens und abends an den Strand, mittags in den Küstenwald, immer Wasser dabei, und den Hund nie im Auto lassen. Woran du Überhitzung erkennst, steht unter Hund im Sommer: Hitzschlag vermeiden. Winterurlaub an der Ostsee ist mit Doodle eine eigene Empfehlung: kein Mensch am Strand, Freilauf, Sturm im Fell — nur nasses Fell und Streusalz im Ort verlangen Aufmerksamkeit.
„Hunde erlaubt“ und „hundefreundlich“ sind zwei verschiedene Dinge. Erlaubt heißt: Der Hund darf mit, gegen Aufpreis, bitte nicht aufs Bett. Hundefreundlich heißt: Napf und Decke im Zimmer, Hundedusche, eingezäunter Auslauf, Hund im Restaurant willkommen, Strandnähe mit Hundestrand in Laufweite. Unser Verzeichnis listet für Mecklenburg-Vorpommern über 40 geprüfte Unterkünfte — unter anderem in Kühlungsborn, Boltenhagen, Binz, Zingst, Graal-Müritz und auf der Insel Poel — und für Schleswig-Holstein Häuser in Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Grömitz, auf Fehmarn, in Glücksburg und Eckernförde. Du findest sie unter Hundefreundliche Hotels in Mecklenburg-Vorpommern und Hundefreundliche Hotels in Schleswig-Holstein; die Übersicht aller Bundesländer steht unter Hundefreundliche Hotels.
Worauf du bei der Buchung achtest: Hundegebühr pro Nacht (üblich sind ein einstelliger bis niedriger zweistelliger Betrag), Anzahl und Größe der erlaubten Hunde (Standard-Doodles werden in manchen Häusern abgelehnt), ob der Hund allein im Zimmer bleiben darf (oft nicht), Entfernung zum nächsten Hundestrand und ob es einen Waschplatz für sandige Pfoten gibt. Ferienwohnungen mit eingezäuntem Garten sind für Doodles oft entspannter als Hotels — der Hund kann morgens raus, ohne dass du dich anziehen musst. Wie du Anreise mit Auto, Bahn oder Fähre planst, liest du unter Reisen mit Hund.
Salzwasser und Fell. Die Ostsee ist salzarm, trocknet das Fell aber trotzdem aus, und Salzkristalle im Fell verfilzen es schneller. Nach jedem Bad mit klarem Wasser abspülen — die Hundeduschen an vielen Hundestränden sind dafür da —, mit dem Handtuch trocken drücken und durchkämmen, sobald das Fell trocken ist. Nasses Doodle-Fell verfilzt doppelt so schnell wie trockenes. Ein kürzerer Schnitt vor dem Urlaub macht das ganze Thema leichter. Salzwasser trinken lassen solltest du nicht: Es führt zu Durchfall; Süßwasser gehört deshalb an jeden Strandtag.
Sand in Ohren, Augen, Pfoten. Hängeohren mit Fell im Gehörgang halten Sand und Feuchtigkeit fest — die beste Voraussetzung für eine Ohrentzündung in Woche zwei. Ohren nach dem Strandtag ausschütteln lassen, mit einem weichen Tuch trocknen, alle zwei Tage kontrollieren. Sand zwischen den Zehen und Ballen reibt wund; abspülen, trocknen, bei rauen Ballen Pfotenbalsam. Wer nach dem Strand ständig den Kopf schüttelt oder sich am Ohr kratzt, gehört angeschaut: Mein Hund kratzt sich am Ohr.
Schwimmen. Die Ostsee ist der ideale Ort, um es zu lernen — flach, ruhig, ohne Strömung. Retriever-Erbe hilft, Pudel-Erbe auch, aber nicht jeder Doodle ist ein Wasserhund, und keiner sollte ins Wasser gezwungen werden. Wie der Aufbau gelingt, steht unter Dem Doodle Schwimmen beibringen. Vorsicht bei Wind und Wellen an offenen Küsten sowie bei Blaualgen im Hochsommer — trübes, grünliches Wasser mit Warnschildern ist tabu.
Hitze. Ein dichter Standard-Doodle am Strand ohne Schatten ist ein Hitzschlag-Kandidat. Strandmuschel, Wasser, Pausen im Küstenwald und die Mittagsstunden im Schatten — mehr braucht es nicht, aber weniger geht nicht. Wer den Urlaub lieber mit Zelt verbringt, findet unter Camping mit Doodle die Vorbereitung; weitere Regionen mit Hund vergleicht Urlaub mit Doodle: 7 hundefreundliche Regionen.
Und dann ist da noch das Beste: ein Doodle, der zum ersten Mal am Wasser steht, die Wellen anbellt, hineinspringt und abends mit sandigen Ohren auf der Decke einschläft. Dafür lohnt sich die Fahrt — zu jeder Jahreszeit.
In Mecklenburg-Vorpommern zum Beispiel in Boltenhagen, Kühlungsborn, Warnemünde, Rerik, Binz, Prerow und Ahrenshoop — das Landesportal listet über 30 Abschnitte. In Schleswig-Holstein unter anderem in Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Grömitz, Dahme, Kellenhusen, Heiligenhafen, Damp, auf Fehmarn und in Glücksburg. Die Hundestrände liegen meist am Rand des Ortes und sind ausgeschildert; die Tourist-Info kennt den nächsten.
In der Hauptsaison — meist 1. Mai bis 30. September, in manchen Orten bis 31. Oktober — nur an ausgewiesenen Hundestränden. An den übrigen Abschnitten erlauben einige Gemeinden angeleinte Hunde zu Randzeiten, etwa abends nach 20 Uhr und morgens vor 8 Uhr, andere gar nicht. Außerhalb der Saison sind Hunde an fast allen Stränden willkommen. Die genaue Regel steht in der Strandsatzung des Ortes.
Das regeln die Gemeinden, nicht die Bundesländer. An Hundestränden ist Freilauf meist erlaubt, teils nur zu bestimmten Zeiten; im Ort, im Wald und vor allem in Nationalparks und Naturschutzgebieten wie Darß, Hiddensee oder Jasmund gilt in der Regel Leinenpflicht. Schilder am Strandzugang und die Hundeverordnung der Gemeinde geben Auskunft — im Zweifel Leine dran und im Hotel nachfragen.
April, Mai, September und Oktober: leere Strände, milde Temperaturen, Freilauf in vielen Orten und ein Wasser, das im Herbst noch warm ist. Der Hochsommer bringt volle Strände, strengere Regeln und Hitze, die dicht behaarten Doodles zu schaffen macht — wer dann fährt, geht morgens und abends an den Strand und mittags in den Küstenwald. Winterurlaub ist mit Hund eine unterschätzte Option.
Nicht, wenn du nachspülst. Das schwach salzige Wasser trocknet das Fell etwas aus, und Salz und Sand lassen es schneller verfilzen. Nach jedem Bad mit klarem Wasser abspülen, trocken drücken, durchkämmen, sobald das Fell trocken ist, und die Hängeohren trocknen — dann bleibt das Fell in Ordnung. Ein kürzerer Schnitt vor der Reise spart im Urlaub viel Bürstzeit.
Die genannten Hundestrände und Regeln stammen von den offiziellen Tourismusportalen: MV Tourismus — 10 wunderschöne Hundestrände an der Ostsee, Ostseebad Kühlungsborn — Urlaub mit Hund und Ostsee Schleswig-Holstein — Hundestrände. Regeln können sich ändern; die Strandsatzung deines Urlaubsorts ist maßgeblich.
Über den Autor
Thorsten Stöckmann — Betreiber von Doodlewelt, Labradoodle-Halter (Laika, seit 2025). Kein Tierarzt: sorgfältig nach tierärztlichen Fachquellen recherchiert, ersetzt keine Diagnose. Mehr über Doodlewelt
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