Ja, in kleinen Mengen: Hunde dürfen Johannisbeeren essen — rote, weiße und schwarze. Die Beeren sind für Hunde nicht giftig und haben mit Weintrauben trotz des ähnlichen Aussehens nichts zu tun. Weil sie sauer und reich an Fruchtsäuren sind, bleibt es bei einem Teelöffel bis zu einer kleinen Handvoll je nach Gewicht, gewaschen und ohne Rispen. Zu viel davon reizt den Magen und führt zu Durchfall.
Johannisbeeren wachsen an Sträuchern der Gattung Ribes, zu der auch die Stachelbeere gehört. Sie reifen um den Johannistag Ende Juni und liefern Vitamin C, Kalium, Pektin und Ballaststoffe bei nur rund sieben Gramm Zucker je 100 Gramm; schwarze Johannisbeeren sind besonders vitaminreich und herber. Für den Hund zählt davon wenig, denn Vitamin C bildet er selbst. Was zählt, ist die Säure: Johannisbeeren sind saurer als Blaubeeren oder Himbeeren, und das setzt die Grenze. Die Ampel steht auf Neutral, weil die Beeren unbedenklich sind, ein Hund sie aber nicht braucht und in größerer Menge nicht gut verträgt.
Die Mengen unten sind Richtwerte für gesunde, erwachsene Hunde. Ein gehäufter Teelöffel fasst etwa zehn Beeren, eine kleine Handvoll rund 30 bis 40 Gramm. Obst insgesamt sollte nicht mehr als etwa zehn Prozent der Tagesration ausmachen. Beim ersten Mal gibst du drei bis fünf Beeren und schaust am nächsten Tag auf den Kot — bei sauren Beeren lohnt sich das besonders.
| Hundegewicht | Menge pro Portion | Häufigkeit |
|---|---|---|
| 5 kg | 1 Teelöffel (ca. 10 Beeren) | 1–2× pro Woche |
| 15 kg | 1 Esslöffel (ca. 20–25 Beeren) | 2–3× pro Woche |
| 30 kg | eine kleine Handvoll (ca. 30–40 g) | 2–3× pro Woche |
Schwarze Johannisbeeren sind intensiver und herber; hier nimmst du die untere Grenze. Eine ganze Schale Beeren ist selbst für einen großen Doodle zu viel Säure und endet mit Bauchgrummeln und weichem Kot.
Streife die Beeren von den Rispen und wasche sie gründlich; die Stiele sind nicht giftig, aber holzig und unnötig. Die kleinen Kerne dürfen drinbleiben. Du kannst die Beeren pur geben, mit der Gabel zerdrücken und unter Naturjoghurt, Quark oder Haferflocken mischen oder im Sommer gefroren als kleine Abkühlung anbieten — gefrorene Beeren sind auch für kleine Hunde unproblematisch, weil sie winzig sind. Reife, tiefrote oder tiefschwarze Beeren sind milder als halbreife; weiße Johannisbeeren sind die süßeste und mildeste Sorte und für empfindliche Hunde die beste Wahl.
Was nicht in den Napf gehört: Johannisbeergelee, Marmelade, Cassis-Sirup und Saft (viel Zucker, oft Konservierungsstoffe), Rote Grütze mit Zucker und Stärke sowie Kuchen mit Baiser. Getrocknete Johannisbeeren aus dem Supermarkt sind mit Vorsicht zu behandeln: Was im Handel als „Korinthen“ oder englisch „currants“ verkauft wird, sind meist getrocknete kleine Weintrauben — und die sind für Hunde giftig. Wenn du Beeren vom eigenen Strauch hast, sind das die sicherste Quelle: ungespritzt, reif und frisch.
Die wichtigste Klarstellung zuerst: Johannisbeeren sind keine Trauben. Weintrauben, Rosinen und Sultaninen können bei Hunden akutes Nierenversagen auslösen; als Auslöser gilt inzwischen die Weinsäure in der Traube. Echte Johannisbeeren der Gattung Ribes enthalten diesen Stoff nicht in relevanter Menge, und eine Nierenschädigung durch sie ist nicht beschrieben. Die Verwechslung entsteht durch die Sprache: Im Englischen heißen getrocknete Korinthen „currants“, und genau die sind Trauben. Frische rote, weiße oder schwarze Johannisbeeren aus dem Garten sind davon nicht betroffen. Was mit echten Weintrauben passiert und warum es dort keine sichere Menge gibt, liest du auf der eigenen Seite.
Das reale Risiko bei Johannisbeeren ist die Säure. Zu viele Beeren reizen die Magenschleimhaut, und dein Hund reagiert mit Schmatzen, Grasfressen, Erbrechen, Blähungen oder Durchfall — meist innerhalb weniger Stunden, und meist ist es am nächsten Tag vorbei, wenn du Obst weglässt. Rot verfärbter Kot nach schwarzen Johannisbeeren ist harmlos. Weglassen solltest du die Beeren bei Hunden mit empfindlichem Magen, Gastritis, chronischer Darmerkrankung, Pankreatitis, Diabetes oder Übergewicht. Eine Allergie ist selten; Juckreiz an Lefzen und Maul nach den ersten Beeren wäre ein Hinweis. Bei anhaltendem Erbrechen, blutigem Durchfall oder Apathie gehst du zum Tierarzt. Wenn du eine mildere Beere suchst, sind Blaubeeren die einfachere Wahl: weniger Säure, mehr Süße und von den meisten Hunden gern genommen.
Welpen brauchen keine Johannisbeeren. Ihr Darm reagiert auf Säure schnell mit Durchfall, und es gibt mildere Beeren zum Kennenlernen. Wenn du deinem Doodle-Welpen ab etwa fünf bis sechs Monaten Obst zeigen willst, nimmst du Blaubeeren oder ein Stück Apfel. Johannisbeeren kannst du später mit drei bis fünf Beeren testen, bei Toy- und Mini-Doodles mit zwei bis drei — und lässt es, wenn der Kot am nächsten Tag weich ist.
Senioren vertragen kleine Mengen meist gut, und zerdrückte Beeren im Joghurt sind auch mit müden Zähnen leicht zu fressen. Achte bei alten Doodles auf den Magen, der im Alter oft empfindlicher wird — Säure ist dann schneller ein Problem als bei jungen Hunden. Ein Senior mit Gastritis, Niereninsuffizienz, Diabetes oder wiederkehrender Pankreatitis bekommt Johannisbeeren nur mit Zustimmung des Tierarztes. Bei einem gesunden alten Goldendoodle spricht gegen einen Esslöffel Beeren im Sommer nichts. Dieser Artikel ersetzt keinen Tierarztbesuch.
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Wichtiger Hinweis
Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.
Nein. Rote, weiße und schwarze Johannisbeeren sind für Hunde nicht giftig. Sie gehören zur Gattung Ribes und haben mit Weintrauben, die Nierenversagen auslösen können, nichts zu tun. Das einzige Problem ist die Säure: Zu viele Beeren reizen den Magen und führen zu Erbrechen oder Durchfall. Bleib bei einem Teelöffel bis zu einer kleinen Handvoll je nach Gewicht, nicht täglich.
Als Richtwert ein Teelöffel, also rund zehn Beeren, für einen 5-kg-Hund, ein Esslöffel für 15 kg und eine kleine Handvoll von 30 bis 40 Gramm für 30 kg, zwei- bis dreimal pro Woche. Bei schwarzen Johannisbeeren nimmst du die untere Grenze, weil sie herber sind. Beim ersten Mal reichen drei bis fünf Beeren, um die Verträglichkeit zu prüfen.
Nein. Johannisbeeren wachsen am Strauch und gehören zur Gattung Ribes; Weintrauben, Rosinen, Sultaninen und Korinthen stammen von der Weinrebe und sind für Hunde giftig. Die Verwechslung entsteht, weil getrocknete Korinthen im Englischen „currants“ heißen. Frische Johannisbeeren aus dem Garten oder vom Markt sind unbedenklich; getrocknete „currants“ aus dem Supermarkt gibst du nicht.
Ja, in kleiner Menge. Schwarze Johannisbeeren sind herber und intensiver als rote und weiße und färben den Kot vorübergehend dunkelrot, was harmlos ist. Nimm für sie die untere Grenze der Tabelle, also wenige Beeren, gewaschen und ohne Rispen. Bei Hunden mit empfindlichem Magen sind weiße Johannisbeeren die mildere Wahl, bei allen anderen kommt es auf die Menge an.
Über den Autor
Thorsten Stöckmann — Betreiber von Doodlewelt, Labradoodle-Halter (Laika, seit 2025). Kein Tierarzt: sorgfältig nach tierärztlichen Fachquellen recherchiert, ersetzt keine Diagnose. Mehr über Doodlewelt
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