Ja, in kleinen Mengen: Hunde dürfen Kiwi essen. Die Frucht ist für Hunde nicht giftig, aber sie enthält viel Fruchtsäure und Fruchtzucker, deshalb bleibt es bei ein bis vier Scheiben je nach Gewicht, geschält und in kleine Stücke geschnitten. Mehr davon führt schnell zu weichem Kot oder Durchfall. Kiwi ist ein Snack für zwischendurch, kein Bestandteil der täglichen Ration.
Die Kiwi ist die Beere einer Kletterpflanze aus China, die heute vor allem aus Neuseeland und Italien kommt. Sie besteht zu gut 80 Prozent aus Wasser und liefert Ballaststoffe, Kalium und auffällig viel Vitamin C. Für dich ist das ein Argument, für deinen Hund kaum: Hunde bilden Vitamin C selbst in der Leber und sind auf die Zufuhr über Obst nicht angewiesen. Was für den Hund zählt, sind die Säure, der Zucker und das Enzym Actinidain, das Eiweiß spaltet und bei manchen Hunden die Maulschleimhaut reizt. Deshalb steht die Kiwi auf Neutral: nicht schädlich, aber auch kein Obst, das dein Hund braucht.
Die Mengen unten sind vorsichtige Richtwerte für gesunde, erwachsene Hunde. Eine mittelgroße Kiwi wiegt geschält etwa 70 bis 80 Gramm und ergibt sechs bis acht Scheiben. Beim ersten Mal gibst du nur ein Stück und beobachtest über den Tag, wie der Kot ausfällt. Obst insgesamt sollte nicht mehr als etwa zehn Prozent der Tagesration ausmachen — Kiwi zählt in dieses Budget hinein, zusammen mit allem anderen Obst, das dein Hund an dem Tag bekommt.
| Hundegewicht | Menge pro Portion | Häufigkeit |
|---|---|---|
| 5 kg | 1 Scheibe, in kleine Stücke geschnitten | 1–2× pro Woche |
| 15 kg | 2 Scheiben (ca. eine Viertel-Kiwi) | 2–3× pro Woche |
| 30 kg | 3–4 Scheiben (ca. eine halbe Kiwi) | 2–3× pro Woche |
Eine ganze Kiwi am Stück ist selbst für einen großen Doodle zu viel Säure auf einmal. Wenn dein Hund die kleinen Mengen gut verträgt, kannst du sie beibehalten — mehr bringt keinen Vorteil.
Schäle die Kiwi immer. Die pelzige Schale ist zwar nicht giftig, aber zäh, schwer verdaulich und kann bei kleinen Hunden im Ganzen verschluckt werden. Nimm reife, weiche Früchte — unreife Kiwis sind deutlich saurer und reizen den Magen stärker. Schneide das Fruchtfleisch in Würfel oder halbe Scheiben, damit dein Hund kaut statt schlingt. Die winzigen schwarzen Kerne sind unbedenklich und müssen nicht entfernt werden.
Gib Kiwi am besten nach einer Mahlzeit oder mit etwas Naturjoghurt oder Quark vermischt — so trifft die Säure nicht auf einen leeren Magen. Kiwistücke lassen sich auch einfrieren und im Sommer als kühler Snack geben; gefroren sind sie für Welpen und kleine Hunde allerdings hart, deshalb vorher kurz antauen lassen. Nicht geeignet: Kiwi aus der Dose oder dem Glas (Zuckersirup), getrocknete Kiwi-Chips (konzentrierter Zucker, oft gezuckert) und Obstsalate mit Weintrauben, die für Hunde giftig sind. Angeschnittene Kiwi hält im Kühlschrank ein bis zwei Tage.
Das häufigste Problem ist schlicht die Menge. Zu viel Kiwi bedeutet zu viel Fruchtsäure und Fruchtzucker auf einmal, und der Darm antwortet mit Blähungen, weichem Kot oder Durchfall, manchmal mit Erbrechen. Das legt sich meist innerhalb eines Tages, wenn du Obst weglässt. Hält der Durchfall länger als 24 Stunden an, ist Blut dabei oder wirkt dein Hund schlapp, gehst du zum Tierarzt.
Selten reagieren Hunde auf Kiwi mit einer Unverträglichkeit oder Allergie: Juckreiz und Rötung an Lefzen und Maul, Speicheln, Kratzen am Kopf, im Ausnahmefall eine geschwollene Schnauze. Das Enzym Actinidain kann die Schleimhaut zusätzlich reizen. Beim ersten Kontakt gibst du deshalb nur ein Stück und wartest ab. In diesen Fällen lässt du Kiwi ganz weg:
Eine Vergiftung durch Kiwi ist beim Hund nicht beschrieben. Selbst ein Hund, der zwei ganze Früchte samt Schale vom Tisch stibitzt, bekommt in der Regel nur Bauchgrummeln und Durchfall. Wenn du eine ähnlich unkomplizierte Obstsorte suchst, ist ein Apfel ohne Kerngehäuse die bessere Wahl: weniger Säure, mehr Pektin und von den meisten Hunden gern gefressen.
Welpen brauchen keine Kiwi. Ihr Darm ist noch nicht auf säurehaltiges Obst eingestellt, und in den ersten Monaten ist jede Futterumstellung ein möglicher Durchfallauslöser. Wenn du deinem Doodle-Welpen ab etwa vier Monaten Obst anbieten willst, fängst du besser mit Apfel oder Banane an — ein einzelnes Stück, nicht mehr. Kiwi kannst du ab dem Alter von sechs Monaten in Minimengen testen, bei Mini- und Toy-Doodles ein halbes Scheibchen.
Senioren vertragen Kiwi meist gut, solange die Menge klein bleibt. Weiches, saftiges Fruchtfleisch ist für alte Hunde mit Zahnproblemen angenehm zu fressen, und der hohe Wasseranteil ist im Sommer willkommen. Achte bei älteren Doodles auf Vorerkrankungen: Ein Senior mit Diabetes, Niereninsuffizienz oder wiederkehrender Pankreatitis bekommt Obst nur mit Zustimmung des Tierarztes. Bei einem gesunden alten Labradoodle spricht gegen ein Kiwistück ab und zu nichts. Dieser Artikel ersetzt keinen Tierarztbesuch.
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Wichtiger Hinweis
Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.
Nein. Kiwi ist für Hunde nicht giftig, weder das Fruchtfleisch noch die Kerne oder die Schale. Das Problem ist die Menge: Fruchtsäure und Fruchtzucker führen bei zu viel Kiwi zu Blähungen, weichem Kot oder Durchfall. Bleib bei ein bis vier geschälten Scheiben je nach Gewicht, und gib die Frucht nicht täglich. Selten reagieren Hunde mit Juckreiz an Lefzen und Maul.
Als Richtwert eine Scheibe für einen 5-kg-Hund, zwei Scheiben für 15 kg und drei bis vier Scheiben für 30 kg, jeweils geschält und in kleine Stücke geschnitten, höchstens zwei- bis dreimal pro Woche. Eine ganze Kiwi auf einmal ist selbst für große Hunde zu viel Säure. Beim ersten Mal reicht ein Stück, um die Verträglichkeit zu prüfen.
Besser nicht. Die pelzige Schale ist nicht giftig, aber zäh und schwer verdaulich; kleine Hunde können ein Schalenstück im Ganzen verschlucken. Schäle die Kiwi, nimm eine reife Frucht und schneide das Fruchtfleisch in Würfel oder halbe Scheiben. Die kleinen schwarzen Kerne sind unbedenklich und dürfen drinbleiben. Kiwi aus Dose oder Glas und gezuckerte Kiwi-Chips lässt du weg.
Nein. Hunde bilden Vitamin C selbst in der Leber und sind nicht auf Obst angewiesen, anders als wir Menschen. Der hohe Vitamin-C-Gehalt der Kiwi ist deshalb kein Grund, sie zu füttern. Wenn dein Hund Kiwi mag und verträgt, ist ein kleines Stück ein unbedenklicher Snack — mehr aber auch nicht. Ein gesunder Hund mit gutem Futter braucht keine Obstzulage.
Über den Autor
Thorsten Stöckmann — Betreiber von Doodlewelt, Labradoodle-Halter (Laika, seit 2025). Kein Tierarzt: sorgfältig nach tierärztlichen Fachquellen recherchiert, ersetzt keine Diagnose. Mehr über Doodlewelt
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