Bedingt: Hunde dürfen Quitte essen — nur gekocht, geschält und ohne Kerngehäuse, ein bis drei Esslöffel je nach Größe. Roh ist die Frucht steinhart, herb und für den Hundedarm kaum verdaulich. Die Kerne enthalten wie Apfelkerne Blausäureglykoside und gehören nicht in den Napf, Quittengelee und Quittenbrot wegen des Zuckers ebenso wenig.
Die Quitte ist eine Verwandte von Apfel und Birne, wird im Oktober reif und ist roh selbst für Menschen ungenießbar: hartes Fruchtfleisch, viele Gerbstoffe, ein pelziger Geschmack. Erst Kochen macht sie weich und mild. Das Fruchtfleisch bringt Pektin, Ballaststoffe und etwas Fruchtzucker; die Gerbstoffe wirken zusammenziehend und können in Menge stopfen. Für den Hund ist die Quitte damit kein Superfood, sondern ein Herbstobst, von dem er ein paar Löffel vertragen kann — deshalb Neutral.
Die Mengen sind vorsichtige Richtwerte für gesunde, erwachsene Hunde und gelten für weich gekochtes, ungesüßtes Fruchtfleisch. Beim ersten Mal reicht ein Teelöffel.
| Hundegewicht | gekochte Quitte pro Tag | Hinweis/Häufigkeit |
|---|---|---|
| 5 kg | 1 Esslöffel | höchstens 2× pro Woche, unters Futter gemischt |
| 15 kg | 2 Esslöffel | höchstens 2× pro Woche |
| 30 kg | 3 Esslöffel | höchstens 2× pro Woche, bei festem Kot weniger |
Reibe den Flaum von der Schale, schäle die Quitte, viertle sie und schneide das Kerngehäuse großzügig heraus. Die Stücke kochst du 20 bis 30 Minuten in Wasser weich, ohne Zucker, ohne Zimt, ohne Vanille, und zerdrückst sie zu Mus oder schneidest sie klein. Das Mus lässt sich portionsweise einfrieren. Wenn du für dich Quittengelee kochst, bekommt dein Hund ein paar Löffel vom ungesüßten Kochgut, bevor der Zucker dazukommt — Gelee, Quittenbrot, Kompott und Likör sind wegen Zucker und Alkohol tabu. Rohe Quitten bleiben außer Reichweite, auch die vom Baum im Garten: Ein Hund, der eine ganze Frucht zerkaut, schluckt harte Brocken und Kerne. Wer ein milderes Herbstobst sucht, ist mit dem Apfel für Hunde besser bedient, der auch roh geht.
Rohe Quitte macht Bauchschmerzen, Erbrechen und Verstopfung: Die harten Stücke liegen im Magen, die Gerbstoffe ziehen die Schleimhaut zusammen. Ein großer Hund, der eine kleine Quitte gefressen hat, kommt meist mit Bauchgrummeln davon; bei einem kleinen Hund, mehreren Früchten oder Erbrechen mit Würgen ohne Erfolg rufst du in der Praxis an, weil auch ein Darmverschluss möglich ist. Die Kerne enthalten Amygdalin, das im Körper Blausäure freisetzt — dieselbe Geschichte wie beim Kerngehäuse vom Apfel: Unzerkaut geschluckte Kerne wandern meist unverdaut hindurch, zerkaute Kerne in Menge sind ein Risiko, deshalb konsequent entfernen. Zu viel gekochte Quitte führt bei manchen Hunden zu weichem Kot, bei anderen zu festem — das Pektin bindet Wasser. Weglassen solltest du Quitte bei empfindlichem Magen, Verstopfungsneigung und, wegen des Zuckers in verarbeiteten Produkten, bei Diabetes.
Welpen brauchen keine Quitte; ihr Darm ist empfindlich, und ein zerkautes Stück rohe Quitte aus dem Garten ist für einen kleinen Cavapoo-Welpen eher ein Notfall als ein Snack. Senioren mit träger Verdauung vertragen die Gerbstoffe schlechter; für einen älteren Labradoodle, der ohnehin zu festem Kot neigt, ist ein Löffel Apfelmus oder geriebener Apfel die bessere Wahl. Dieser Artikel ersetzt keinen Tierarztbesuch.
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Wichtiger Hinweis
Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.
Das gekochte Fruchtfleisch ist nicht giftig. Die Kerne enthalten wie Apfelkerne Amygdalin, aus dem im Körper Blausäure entsteht — unzerkaut geschluckt passieren sie meist unverdaut, zerkaut in Menge sind sie ein Risiko, deshalb entfernst du das Kerngehäuse immer. Rohe Quitte ist nicht giftig, aber so hart und herb, dass sie Bauchschmerzen, Erbrechen und Verstopfung machen kann.
Als Richtwert ein Esslöffel gekochtes, ungesüßtes Fruchtfleisch für einen 5-kg-Hund, zwei Esslöffel für 15 kg und drei für 30 kg, höchstens zweimal pro Woche und unters Futter gemischt. Beginne mit einem Teelöffel und schau, wie der Kot reagiert — Quitte kann je nach Hund stopfen oder weich machen. Rohe Quitte bekommt dein Hund gar nicht.
Bei einem großen Hund und einer einzelnen Frucht rechnest du mit Bauchgrummeln und eventuell Erbrechen und beobachtest ihn. Bei einem kleinen Hund, mehreren Früchten, wiederholtem Erbrechen, Würgen ohne Erfolg oder ausbleibendem Kotabsatz rufst du in der Tierarztpraxis an, weil harte Stücke einen Darmverschluss verursachen können. Erwähne dabei, ob der Hund die Kerne zerkaut hat.
Nein. Quittengelee besteht etwa zur Hälfte aus Zucker, Quittenbrot ebenso, und beides bringt deinem Hund nichts außer Kalorien und Zahnproblemen. Quittenlikör fällt wegen des Alkohols ohnehin weg. Wenn du Gelee kochst, nimm für den Hund ein paar Löffel vom weich gekochten Fruchtfleisch ab, bevor der Zucker in den Topf kommt, und friere sie portionsweise ein.
Über den Autor
Thorsten Stöckmann — Betreiber von Doodlewelt, Labradoodle-Halter (Laika, seit 2025). Kein Tierarzt: sorgfältig nach tierärztlichen Fachquellen recherchiert, ersetzt keine Diagnose. Mehr über Doodlewelt
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