Ja: Hunde dürfen Makrele essen — gegart oder aus der Dose in Wasser, ungewürzt und mit geprüften Gräten. Der fette Seefisch ist eine der besten natürlichen Quellen für Omega-3-Fettsäuren. Weil er so fett ist, bleibt die Menge klein: als Richtwert etwa 20 bis 150 g pro Portion je nach Gewicht, einmal pro Woche. Räuchermakrele und Dosen in Öl oder Tomatensoße bekommt dein Hund nicht.
Die Makrele ist ein Schwarmfisch aus dem Nordatlantik mit dunklem, kräftigem Fleisch und mehr Fett als Lachs oder Forelle. Dieses Fett besteht zu einem großen Teil aus den Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA, die Entzündungen dämpfen und Haut, Fell und Gelenken zugutekommen. Dazu liefert sie Vitamin D, B12, Selen und Jod, und als kleiner Fisch reichert sie weniger Quecksilber an als Thunfisch. Die Ampel steht auf Grün, weil Makrele in kleinen Portionen ein hochwertiger Fischtag ist; die Grenze setzt der Fettgehalt.
Makrele ist eher Topping als Fleischersatz: Sie ersetzt an diesem Tag das Fischöl und einen Teil des Fleischs. Die Werte sind Richtwerte für gesunde, erwachsene Hunde, bezogen auf gegartes Filet oder abgetropfte Dosenmakrele.
| Hundegewicht | Makrele pro Portion | Hinweis / Häufigkeit |
|---|---|---|
| 5 kg | ca. 20–30 g | einmal pro Woche, unters Futter gemischt |
| 15 kg | ca. 50–80 g | einmal pro Woche, an diesem Tag kein Fischöl |
| 30 kg | ca. 100–150 g | einmal pro Woche, Fleischanteil entsprechend kürzen |
Frisch dünstest du das Filet in wenig Wasser, bis es durch ist, lässt es abkühlen und zerpflückst es mit den Fingern — die Gräten der Makrele sind nach dem Garen weich, aber die größeren suchst du trotzdem heraus. Kein Salz, kein Öl. Aus der Dose ist Makrele praktisch: Wähle „in eigenem Saft“ oder „in Wasser“, ohne Salzzusatz, und gieße die Flüssigkeit ab. Dosen in Öl, Tomatensoße oder Senfsoße sind nichts für den Napf — das Öl verdoppelt den Fettgehalt, die Soßen bringen Salz, Zucker und oft Zwiebel mit. Räuchermakrele fällt wegen des Salzes weg. Kleiner und milder ist die Alternative Sardine; wer backen mag, findet bei den Makrelen-Talern ein Leckerli-Rezept.
Das Hauptrisiko ist das Fett: Eine zu große Portion oder eine Dose in Öl kann Erbrechen, fettigen Durchfall und bei empfindlichen Hunden eine Pankreatitis auslösen — Pudel und damit Doodles gehören zu den Rassen, bei denen die Bauchspeicheldrüsenentzündung öfter vorkommt. Wiederholtes Erbrechen, gekrümmter Rücken und Apathie am Tag nach dem Fischtag sind ein Fall für die Praxis. Gräten bleiben ein Restrisiko; plötzliches Speicheln, Würgen oder wiederholtes Schlucken nach dem Fressen sind Warnzeichen. Salz aus Räucher- oder Dosenware mit Lake führt zu starkem Durst, bei großen Mengen zu Erbrechen und Zittern. Bei Pankreatitis-Vorgeschichte oder Übergewicht ist Makrele die falsche Fischwahl — dann lieber ein magerer Fisch.
Welpen brauchen keine Makrele; ein gutes Welpenfutter enthält bereits Omega-3, und der fette Fisch belastet den jungen Magen — ein Teelöffel als Probierhappen ist ab etwa vier Monaten in Ordnung. Senioren sind die Gruppe, für die Makrele am meisten bringt: Die Omega-3-Fettsäuren unterstützen steife Gelenke und trockene Haut, und das weiche Fleisch ist auch mit wenigen Zähnen leicht zu fressen — allerdings in kleiner Portion, weil alte Hunde Fett schlechter verarbeiten. Bei Nieren- oder Bauchspeicheldrüsenproblemen sprichst du den Fischtag mit dem Tierarzt ab. Dieser Artikel ersetzt keinen Tierarztbesuch.
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Wichtiger Hinweis
Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.
Ja, wenn sie in Wasser oder im eigenen Saft eingelegt ist und keinen Salzzusatz hat. Gieße die Flüssigkeit ab und mische das Fleisch unters Futter. Dosen in Öl, Tomaten- oder Senfsoße bekommt dein Hund nicht: Das Öl verdoppelt den ohnehin hohen Fettgehalt, und die Soßen enthalten Salz, Zucker und oft Zwiebel. Als Richtwert gilt einmal pro Woche eine kleine Portion je nach Gewicht.
Als Richtwert etwa 20–30 g für einen 5-kg-Hund, 50–80 g bei 15 kg und 100–150 g bei 30 kg, einmal pro Woche, gegart oder aus der Dose in Wasser. Makrele ist sehr fett, deshalb ersetzt sie an diesem Tag das Fischöl und einen Teil des Fleischs, statt oben draufzukommen. Hunde mit Übergewicht oder empfindlicher Bauchspeicheldrüse bekommen weniger oder einen mageren Fisch.
Nein. Räuchermakrele ist stark gesalzen, oft zusätzlich gepfeffert, und kombiniert damit viel Salz mit viel Fett — eine Belastung für Magen, Bauchspeicheldrüse und Wasserhaushalt. Ein kleines Stück, das vom Brot fällt, ist kein Notfall; stelle frisches Wasser bereit. Als Fischtag nimmst du frische Makrele, die du dünstest, oder Dosenmakrele in Wasser ohne Salzzusatz.
Ja, aber weniger streng als bei Forelle: Makrelengräten werden beim Garen und in der Dose weich und sind meist unproblematisch. Bei frischem Fisch zerpflückst du das gegarte Filet trotzdem mit den Fingern und suchst die größeren Gräten heraus; Kopf, Flossen und Rückgrat gehören in den Müll. Speichelt dein Hund nach dem Fressen plötzlich, würgt oder schluckt wiederholt, fährst du in die Praxis.
Über den Autor
Thorsten Stöckmann — Betreiber von Doodlewelt, Labradoodle-Halter (Laika, seit 2025). Kein Tierarzt: sorgfältig nach tierärztlichen Fachquellen recherchiert, ersetzt keine Diagnose. Mehr über Doodlewelt
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