Bedingt: Hunde dürfen Paranüsse essen, aber höchstens eine kleine Nuss, gehackt, und nicht regelmäßig. Paranüsse sind nicht giftig, aber sehr fett und außergewöhnlich reich an Selen — ein Spurenelement, das in kleinen Mengen nötig und in großen schädlich ist. Eine ganze Nuss ist zudem für kleine Hunde ein Verschluckrisiko.
Die Paranuss ist der Samen eines südamerikanischen Urwaldbaums. Sie besteht zu rund zwei Dritteln aus Fett — eine Nuss von 4–5 g liefert grob 30 Kilokalorien — und gilt als selenreichstes Lebensmittel überhaupt; der Gehalt schwankt je nach Herkunft stark, sodass eine einzelne Nuss ein Vielfaches dessen liefern kann, was ein kleiner Hund am Tag braucht. Die Ampel steht auf Neutral, weil eine Nuss ab und zu keinem gesunden Hund schadet, aber weder Nutzen bringt noch als Dauergabe taugt.
Die Mengen sind vorsichtige Richtwerte für gesunde, erwachsene Hunde, die ein vollwertiges Futter bekommen. Weil das Selen sich im Körper anreichert, zählt vor allem die Häufigkeit — deshalb keine tägliche Gabe, auch nicht beim großen Hund.
| Hundegewicht | Paranuss pro Portion | Hinweis/Häufigkeit |
|---|---|---|
| 5 kg | ein Viertel Nuss, gehackt | höchstens 1× pro Woche, besser gar nicht |
| 15 kg | eine halbe Nuss, gehackt | höchstens 1× pro Woche |
| 30 kg | eine kleine Nuss, gehackt | höchstens 1–2× pro Woche, nicht neben anderen Nüssen |
Nimm nur naturbelassene, ungesalzene Kerne ohne Schale, keine gerösteten, gesalzenen oder mit Schokolade überzogenen aus der Knabbermischung. Hack die Nuss klein oder reib sie übers Futter — so kann sie nicht im Ganzen geschluckt werden und wird besser verdaut. Ranzig riechende Nüsse wirfst du weg; Paranüsse werden wegen des hohen Fettanteils schnell ranzig und schimmeln leicht. Wenn du Nüsse als Leckerli suchst, sind kleine Mengen Mandeln oder Erdnüsse die unkompliziertere Wahl — aber auch dort gilt: fett, selten, wenig.
Das erste Risiko ist das Fett: Ein paar Nüsse auf einmal machen Durchfall und Erbrechen, und bei empfindlichen Hunden — Pudel gehören zu den anfälligeren Rassen — kann ein Nuss-Ausrutscher eine Pankreatitis auslösen: wiederholtes Erbrechen, Bauchschmerz, Apathie in den Tagen danach. Das zweite Risiko ist das Selen. Eine akute Selenvergiftung durch Paranüsse ist beim Hund nicht beschrieben, aber die Tiermedizin nennt Paranüsse ausdrücklich als Selenquelle, und bei regelmäßiger Gabe über Wochen kann sich eine Überversorgung aufbauen — bei anderen Tierarten zeigt sie sich durch Haarausfall, brüchiges Fell, Magen-Darm-Beschwerden und Knoblauchgeruch im Atem. Wie viel dafür beim Hund nötig ist, ist nicht belegt; deshalb bleibt die Gabe selten, und Hunde, die ein Futter oder Präparat mit Selenzusatz bekommen, bekommen keine Paranüsse. Drittens die ganze Nuss: Sie ist hart, groß und kann bei kleinen Hunden im Hals oder Darm stecken bleiben. Bei Würgen, Erbrechen ohne Erfolg, Bauchschmerz oder ausbleibendem Kot nach einer verschluckten Nuss rufst du deine Tierarztpraxis an.
Welpen brauchen keine Paranüsse: Ihr Welpenfutter deckt den Selenbedarf, ihr Magen verträgt Fett schlechter, und eine ganze Nuss ist für einen Mini-Doodle-Welpen ein echtes Verschluckrisiko. Senioren mit Übergewicht, trägem Stoffwechsel oder einer Pankreatitis in der Vorgeschichte lassen Nüsse besser weg; ein älterer Labradoodle, der etwas zum Knabbern will, ist mit einem Stück Möhre besser bedient. Dieser Artikel ersetzt keinen Tierarztbesuch.
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Wichtiger Hinweis
Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei konkretem Verdacht oder akuten Symptomen bitte direkt eine Tierarztpraxis oder einen Tierklinik-Notdienst kontaktieren.
Nein, Paranüsse sind für Hunde nicht giftig — anders als Macadamianüsse. Sie sind aber sehr fett und enthalten außergewöhnlich viel Selen, das sich bei regelmäßiger Gabe im Körper anreichern kann. Eine kleine gehackte Nuss ab und zu schadet einem gesunden erwachsenen Hund nicht; mehrere Nüsse auf einmal führen zu Durchfall, Erbrechen und bei empfindlichen Hunden zu einer Pankreatitis.
Als Richtwert höchstens eine kleine gehackte Nuss für einen 30-kg-Hund, eine halbe für 15 kg und ein Viertel für 5 kg — nicht öfter als ein- bis zweimal pro Woche, bei kleinen Hunden besser gar nicht. Weil das Selen sich anreichert, zählt die Häufigkeit mehr als die einzelne Portion. Hunde mit Selenzusatz im Futter bekommen keine Paranüsse.
Bei einem großen Hund geht eine ganze Nuss meist mit dem Kot ab; beobachte ihn zwei bis drei Tage. Bei kleinen Hunden und Welpen kann die harte Nuss im Hals oder Darm stecken bleiben. Würgen, erfolgloses Erbrechen, Bauchschmerz, Apathie oder ausbleibender Kot sind Gründe, sofort in der Tierarztpraxis anzurufen. Erbrechen löst du nicht selbst aus.
Selen ist ein Spurenelement, das Hunde in winzigen Mengen brauchen und über ein vollwertiges Futter bereits bekommen. Paranüsse enthalten je nach Herkunft so viel Selen, dass eine einzelne Nuss ein Vielfaches des Tagesbedarfs eines kleinen Hundes liefern kann. Eine akute Vergiftung ist nicht beschrieben, aber bei täglicher Gabe kann sich über Wochen eine Überversorgung aufbauen. Deshalb: selten und wenig.
Über den Autor
Thorsten Stöckmann — Betreiber von Doodlewelt, Labradoodle-Halter (Laika, seit 2025). Kein Tierarzt: sorgfältig nach tierärztlichen Fachquellen recherchiert, ersetzt keine Diagnose. Mehr über Doodlewelt
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