Doodle-Preisindex 2026: Was alle 15 Doodle-Rassen beim Züchter kosten

Drei verschieden große Doodle-Welpen in Creme, Apricot und Schwarz sitzen nebeneinander auf einer hellen Decke

Ein Doodle kostet bei einem seriösen Züchter in Deutschland zwischen 1.800 und 4.500 € — je nach Rasse, Größe und Generation. Am günstigsten sind kleine Cockapoos und Maltipoos ab etwa 1.800 €, am teuersten Standard-Goldendoodles, Labradoodles und Bernedoodles mit bis zu 4.500 €. Der Preisindex unten zeigt die Spannen aller zwölf Doodle-Rassen nach Größe, was den Preis nach oben oder unten treibt, ab welcher Schwelle du misstrauisch werden solltest und was nach dem Kauf laufend anfällt.

Doodle-Preisindex 2026: alle 15 Rassen nach Größe

Die Tabelle nennt die Welpenpreise, die wir für seriöse Züchter in Deutschland als typisch ansehen (Stand September 2026), dazu Schulterhöhe, Gewicht und die laufenden Kosten pro Monat als Orientierung. Wo eine Rasse keine Mini- oder Standard-Größe hat, fehlt die Zeile.

Neu im Index sind Australian Labradoodle, Havapoo und Doxiepoo. Weil es für diese drei Kreuzungen in Deutschland nur wenige Züchter gibt, sind ihre Spannen Orientierungswerte aus den Rasseporträts.

RasseGrößeSchulterhöheGewichtWelpenpreisKosten/Monat
GoldendoodleMini35–43 cm7–14 kg2.500–3.800 €90–140 €
GoldendoodleMedium43–53 cm14–22 kg2.500–4.000 €120–180 €
GoldendoodleStandard53–63 cm20–32 kg2.800–4.500 €160–220 €
LabradoodleMini35–43 cm7–13 kg2.500–3.500 €80–150 €
LabradoodleMedium43–53 cm13–20 kg2.800–4.000 €100–200 €
LabradoodleStandard53–63 cm20–30 kg3.000–4.500 €120–300 €
Australian LabradoodleMini35–42 cm7–13 kg3.000–4.500 €100–160 €
Australian LabradoodleMedium43–52 cm13–20 kg3.000–4.500 €130–200 €
Australian LabradoodleStandard53–63 cm20–30 kg3.200–4.500 €150–250 €
BernedoodleMini30–45 cm7–13 kg2.500–4.500 €80–140 €
BernedoodleMedium45–55 cm15–25 kg1.800–3.500 €100–180 €
BernedoodleStandard55–70 cm25–40 kg2.000–4.000 €130–220 €
CavapooMini28–35 cm4–8 kg2.000–3.000 €70–110 €
CavapooMedium33–43 cm7–11 kg2.200–3.500 €90–130 €
CockapooMini28–36 cm5–8 kg1.800–2.800 €70–110 €
CockapooMedium33–43 cm8–12 kg2.000–3.000 €90–140 €
CockapooStandard38–50 cm9–15 kg2.200–3.200 €100–150 €
MaltipooMini20–28 cm2–4 kg1.800–3.000 €60–90 €
MaltipooMedium28–35 cm4–7 kg2.000–3.500 €70–100 €
HavapooMini25–35 cm4–9 kg1.800–3.000 €70–110 €
AussiedoodleMini30–38 cm5–11 kg2.500–3.500 €90–140 €
AussiedoodleMedium38–48 cm11–20 kg2.700–3.800 €120–170 €
AussiedoodleStandard48–58 cm20–32 kg3.000–4.000 €150–210 €
SheepadoodleMedium40–50 cm15–25 kg2.500–3.800 €130–180 €
SheepadoodleStandard50–70 cm30–50 kg2.800–4.500 €170–250 €
SchnoodleMini28–38 cm5–10 kg2.000–3.000 €80–120 €
SchnoodleMedium38–50 cm12–20 kg2.200–3.300 €110–160 €
SchnoodleStandard50–70 cm25–40 kg2.500–3.500 €160–200 €
Irish DoodleMedium40–50 cm12–20 kg2.500–3.500 €120–170 €
Irish DoodleStandard50–70 cm20–35 kg2.800–4.000 €150–220 €
BordoodleMini35–43 cm8–13 kg2.000–3.000 €90–130 €
BordoodleMedium43–53 cm13–22 kg2.200–3.300 €120–170 €
BordoodleStandard53–63 cm22–32 kg2.500–3.500 €150–200 €
WhoodleMini35–43 cm8–13 kg2.500–3.200 €90–130 €
WhoodleMedium43–48 cm13–18 kg2.500–3.500 €110–150 €
WhoodleStandard48–60 cm18–28 kg2.700–3.500 €130–180 €
DoxiepooMini20–30 cm5–9 kg1.800–2.800 €70–110 €
DoxiepooMedium30–38 cm9–14 kg1.800–2.800 €90–120 €

Die fünf Rassen mit eigenem Kaufratgeber auf einen Blick: Goldendoodle 2.500–4.500 €, Labradoodle 2.500–4.500 €, Cockapoo 1.800–3.200 €, Maltipoo 1.800–3.500 €, Cavapoo 2.000–3.500 €. Was im jeweiligen Preis stecken sollte und welche Gesundheitstests du verlangen kannst, steht in den Ratgebern Goldendoodle kaufen, Labradoodle Welpen kaufen, Cockapoo Welpen kaufen, Maltipoo Welpen kaufen und Cavapoo Welpen kaufen. Alle zwölf Rassen im Porträt findest du in der Rassenübersicht.

Methodik: Woher die Spannen kommen

Die Preise sind keine Marktstatistik, sondern Erfahrungsspannen aus unseren Rasseporträts und Kaufratgebern, die wir zum September 2026 abgeglichen haben. Sie beziehen sich auf seriöse Züchter in Deutschland: Elterntiere mit dokumentierten Gesundheitsuntersuchungen, Aufzucht im Haus, Abgabe mit acht Wochen, geimpft, gechippt, entwurmt, mit Kaufvertrag. Vermehrer, Kleinanzeigen-Importe und Zufallswürfe sind bewusst nicht enthalten — dort liegen die Preise niedriger, die Folgekosten höher. Innerhalb einer Spanne bewegt sich der Preis mit Region, Nachfrage, Warteliste und Linie. Einzelne Züchter liegen darüber; ein Preis oberhalb der Spanne ist kein Warnzeichen, ein Preis weit darunter schon.

Was den Doodle-Preis treibt

Größe. Innerhalb einer Rasse kosten Standard-Größen meist mehr als Minis — mit Ausnahmen wie dem Mini-Bernedoodle, der wegen seiner Seltenheit am oberen Ende liegt. Der Aufwand für Untersuchungen ist bei allen Größen ähnlich; der Preisunterschied spiegelt eher Nachfrage und Verfügbarkeit.

Generation. F1-Würfe (reinrassige Eltern) sind meist günstiger als F1b und Multigen, bei denen Fell und Wesen verlässlicher sind. Australian Labradoodles aus verbandsregistrierter Multigen-Zucht liegen deshalb regelmäßig am oberen Rand der Labradoodle-Spanne.

Fell und Farbe. Lockige, wenig haarende Welpen und seltene Farben — Merle beim Aussiedoodle, Tricolor beim Bernedoodle, Parti und Phantom — werden oft teurer angeboten. Für die Gesundheit des Hundes ist die Farbe ohne Bedeutung; bei Merle-Verpaarungen ist sie sogar ein Risiko.

Gesundheitstests. HD- und ED-Auswertung, Augenuntersuchung, Herzultraschall beim Cavapoo, Gentests auf PRA, Von-Willebrand und weitere Erbkrankheiten kosten den Züchter mehrere hundert Euro pro Elterntier — und sind der Hauptgrund, warum seriöse Welpen nicht unter 1.800 € zu haben sind.

Warteliste und Verband. Züchter mit Verbandsmitgliedschaft, Frühförderprogramm und Warteliste von sechs Monaten und mehr verlangen mehr — und bieten in der Regel auch mehr: Beratung, Rücknahmegarantie, Nachbetreuung. Wie sich die Verbände unterscheiden, zeigt Doodle-Zuchtverbände im Vergleich.

Warnschwellen: Ab wann ein Doodle zu billig ist

Unter 1.000 € gibt es keinen Doodle-Welpen aus verantwortungsvoller Zucht — der Preis deckt dann nicht einmal die Untersuchungen der Eltern. Solche Angebote stammen fast immer von Vermehrern oder aus illegalen Importen, oft mit gefälschten Impfpässen, zu früh abgegebenen Welpen und Krankheiten, die erst nach dem Kauf sichtbar werden. Auch zwischen 1.000 und 1.800 € solltest du sehr genau hinsehen. Typische Warnzeichen unabhängig vom Preis:

  • Mehrere Rassen oder mehrere Würfe gleichzeitig „sofort verfügbar“.
  • Übergabe auf Parkplätzen, an Raststätten oder per Lieferung — ohne Besuch beim Züchter.
  • Keine Mutterhündin vor Ort, keine Befunde auf Papier, nur mündliche Zusicherungen.
  • Abgabe vor der achten Woche, fehlender EU-Heimtierausweis, Chip „kommt noch“.
  • Der Verkäufer stellt dir keine einzige Frage zu Wohnung, Arbeitszeit oder Erfahrung.
  • Druck: „Es gibt noch andere Interessenten, Anzahlung bis heute Abend.“

Die vollständige Liste mit neun Indikatoren steht unter Seriöse Doodle-Züchter erkennen; was du beim Termin prüfst, in der Checkliste für die Welpenbesichtigung. Wer den Welpenpreis scheut, findet eine Alternative im Tierschutz — dort kosten Doodles meist eine Schutzgebühr von wenigen hundert Euro: Doodle aus dem Tierschutz.

Laufende Kosten: Der Welpenpreis ist der kleinste Posten

Über ein Hundeleben von 12 bis 15 Jahren macht der Kaufpreis nur einen Bruchteil aus. Laufend fallen je nach Größe 60–300 € im Monat an: Futter, Friseur alle 6–10 Wochen (bei Doodles der größte regelmäßige Posten), Parasitenschutz, Haftpflicht, Hundesteuer und eine Tierarzt-Rücklage oder Krankenversicherung. Das erste Jahr ist mit Erstausstattung, Grundimmunisierung, Welpenkurs und eventueller Kastration am teuersten — die Rechnung steht unter Doodle-Welpe: Was kostet das erste Jahr?. Wer beim Welpenpreis 1.000 € spart und dafür einen Hund mit Hüftdysplasie oder Allergie bekommt, zahlt das Vielfache zurück.

Preise ändern sich — wir aktualisieren diesen Index einmal im Jahr. Wenn du in deiner Region andere Spannen erlebst, freuen wir uns über eine Nachricht.

FAQ

Was kostet ein Doodle?

Bei seriösen Züchtern in Deutschland zwischen 1.800 und 4.500 € (Stand September 2026), abhängig von Rasse, Größe und Generation. Kleine Cockapoos und Maltipoos beginnen bei etwa 1.800 €, Standard-Goldendoodles, Labradoodles und Bernedoodles reichen bis 4.500 €. Dazu kommen 60–300 € laufende Kosten im Monat und ein teures erstes Jahr mit Erstausstattung und Grundimmunisierung.

Welcher Doodle ist am günstigsten?

Mini-Cockapoos und Toy-Maltipoos ab etwa 1.800 € sind im Kauf und im Unterhalt (60–110 € im Monat) die günstigsten Doodles. Beide werden aber auch besonders häufig von Vermehrern angeboten — der niedrige Einstiegspreis ist kein Grund, bei den Gesundheitsnachweisen der Eltern Abstriche zu machen. Ein Doodle aus dem Tierschutz kostet nur eine Schutzgebühr.

Warum sind Doodles so teuer?

Weil seriöse Zucht teuer ist: Gesundheitsuntersuchungen und Gentests beider Eltern, tierärztliche Betreuung der Hündin, Aufzucht im Haus mit Frühförderung, Impfungen, Chip, Entwurmung und die Zeit, die ein Wurf über acht bis zehn Wochen kostet. Dazu kommt die hohe Nachfrage nach wenig haarenden Familienhunden. Der Preis deckt Aufwand und Nachfrage — nicht die Qualität des einzelnen Hundes.

Ist ein teurer Doodle automatisch gesünder?

Nein. Der Preis ist nur ein grober Hinweis: Unter 1.000 € fehlt fast sicher die Gesundheitsvorsorge, oberhalb der üblichen Spanne kann seltene Farbe oder Nachfrage den Preis treiben, ohne dass der Hund gesünder ist. Entscheidend sind die Befunde der Elterntiere auf Papier, der Besuch beim Züchter und die Aufzuchtbedingungen — nicht die Zahl auf dem Kaufvertrag.

Wie viel kostet ein Doodle im Monat?

Je nach Größe 60–300 € — ein Toy-Maltipoo liegt bei 60–90 €, ein Standard-Labradoodle bei 120–300 €. Enthalten sind Futter, Friseur, Parasitenschutz, Haftpflicht, Hundesteuer und eine Rücklage oder Versicherung für den Tierarzt. Der Friseur ist bei Doodles der größte regelmäßige Posten, weil das wenig haarende Fell alle 6–10 Wochen geschoren werden muss.

Über den Autor

Thorsten Stöckmann — Betreiber von Doodlewelt, Labradoodle-Halter (Laika, seit 2025). Kein Tierarzt: sorgfältig nach tierärztlichen Fachquellen recherchiert, ersetzt keine Diagnose. Mehr über Doodlewelt

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